2018, bald stehst du vor der Tür, ein neues (Reise-)Jahr mit neuen spannenden Zielen! Sechs Kontinente, 194 Länder, unglaublich viele tolle Destinationen. Keine Frage, alles kann man sowieso nicht sehen und das ist auch gut so. Auf Reisen gibt es immer wieder bestimmte Momente und Orte, die einen besonders bleibenden Eindruck hinterlassen. Dinge, die man (wieder-)erleben möchte, Plätze, die man gerne erneut sehen möchte. Das Jahr 2017 ist, wenn ich an Reisen denke, für mich einfach mit „Madagaskar“ verbunden. Deshalb ist das auch mein Reisetipp für 2018 – denn dorthin MUSS ich einfach nochmal!

Madagaskar – was ist das für ein Land?

Madagaskar ist unglaublich viel: laut, mit verrücktem Verkehr, bedrückender Armut, schlechter Infrastruktur… Aber Madagaskar ist auch beeindruckend, freundlich, landschaftlich vielfältig mit einer einzigartigen Flora und Fauna und touristisch nicht überlaufen. Voll von herzlichen Menschen, die einen willkommen heißen. Was ich damit sagen will: Madagaskar ist für Leute mit Abenteuerdurst, die sich auf die Menschen einlassen, etwas Außergewöhnliches erleben wollen und sich Zeit nehmen. Kein Land für einen Fünf-Sterne-Wochenendtrip, nichts für schwache Nerven und dünne Geduldsfäden.

Kinder in Madagaskar
Wo man in Madagaskar als weißer Tourist auch aussteigt: sofort laufen einem Kinder zu! Diese hier bestehen auf ein Foto, als sie meine Kamera sehen.

Warum ausgerechnet Madagaskar?

Zugegeben, Madagaskar bereist man nicht mal „eben so“. Flugschnäppchen sind ebenso rar wie direkte Fluganbindungen. Wir selbst haben vier verschiedene Flugzeuge bestiegen, um zu einem halbwegs akzeptablen Preis zu unserer Wunschzeit fliegen zu können.

Madagaskar ist aber sämtliche Anstrengungen hinzukommen wert! In Wahrheit kannst du dich gleich an die Bedingungen des Landes im Vorhinein gewöhnen. Denn dort angekommen ist das Reisen von A nach B nicht unbedingt einfacher.

Hochland Madagaskar Landschaft

Warum also ausgerechnet Madagaskar? Du kannst kein Land mit der viert größten Insel der Welt vergleichen. Schon gar kein afrikanisches. Was du dort siehst, siehst du nirgendwo sonst. Verständlich bei der geographischen Lage! Im Grunde genommen ist es ein eigener Minikontinent. Wenn du das Besondere suchst, bist du dort goldrichtig. Du wirst Vielfalt von abgelegenen Dörfern bis zur wuselnden Großstadt, vom perfekten Sandstrand bis zur kargen Hochebene finden.

Abgesehen von den wunderbaren Bekanntschaften und Freundschaften, die wir in unserer Zeit im Land schließen konnten, gibt es natürlich noch jede Menge Highlights, die wir jedem Reisenden ans Herz legen können.

Madagaskar Hühner Transport
Hühner auf unfreiwilligem Roadtrip

Besuche den Tsingy de Bemaraha Nationalpark

Einen Wald aus Stein, ein Labyrinth über hundert Meter hoch, unwirkliche Felsformationen, das alles wirst du im Tsingy de Bemaraha Nationalpark bestaunen können. Die dreitägige Anreise ist beschwerlich, aber bei der Ankunft ist das alles vergessen. Kein Wunder, dass die UNESCO den Park als Weltnaturerbe aufgenommen hat!

Kalksteinfelsen im Tsingy de Bemaraha Nationalpark
Kalksteinfelsen im Tsingy de Bemaraha Nationalpark: Das Ziel unseres Roadtrips in den Westen Madagaskars

Gehe durch die Baobab Allee

Wie der Tsingy ist die Baobab Allee ein Ort, an dem man sich wahnsinnig klein fühlen kann. Steht man zwischen den teils jahrhundertealten Baumriesen, die aussehen, als würden sie verkehrt herum in den Boden hineinwachsen und die man nicht mal zu fünft umgreifen kann, hat man fast das Gefühl auf dem Kopf zu stehen. Praktischerweise lässt sich ein Besuch hier mit dem Tsingy gut verknüpfen.

Silhouetten der Baobab-Bäume im Sonnenuntergang

Hole dir ein Lemurenbussi

Lemuren sind wohl eine der ersten Assoziationen, die die meisten Leute mit Madagaskar haben. Fährst du hin, solltest du sie unbedingt sehen! Ganz besonders ans Herz legen kann ich dir einen Ausflug nach Andasibe mit einem Besuch des Andasibe-Mantadia Nationalparks vor Ort. Hier sind die Guides super ausgebildet, der Tourismus wird sehr nachhaltig gelebt und auf Naturschutz wird großer Wert gelegt.

Sifakababy Andasibe
Sifakababy

Willst du mit Lemuren auf Tuchfühlung gehen und sie vielleicht sogar füttern, dann kannst du dort das Hotel Vakona besuchen. Hier geht es den Lemuren gut, sie haben genug Platz und auch die Freiheit, sich mal im Wald zu verstecken.

Du kannst außerdem Nachttouren durch den Park machen, wo du einige Tiere sehen wirst, die sich tagsüber kaum zeigen.

Hingegen solltest du den Tsimbazaza Zoo in Antananarivo jedoch lieber meiden.

Chamäleon Andasibe Mantadia
…die freundlich schauen?

Fahre in den Norden

Egal ob mit einem Mietauto mit obligatorischem Fahrer, mit einem Taxi Brousse oder mit Bekannten – dieser Roadtrip ist Abenteuer und Vielfalt schlechthin. Beinahe jede Stunde ändert sich die Landschaft und die Menschen. Obwohl die Fahrt über 1.000 Kilometer so lange dauert, wird sie garantiert nicht langweilig.

Gehe an den Strand

Nosy Be mag den meisten Touristen bekannter sein, aber schöne Strände gibt es mit wesentlich günstigerem Umfeld auch rund um Diego Suarez bzw. Antsiranana, wie die Stadt im Norden heute offiziell heißt. Du kannst vor Ort auch eine Tour zu mehreren Stränden buchen. Nur Vorsicht, auch diese Fahrt kann sehr abenteuerlich sein! Auch bei Morondava haben wir am Strand sehr wenige ausländische Touristen gesehen. Dort hast du ebenfalls einen tollen Sandstrand, allerdings ist das Wasser nicht so klar wie rund um Diego.

Madagaskar_Diego_Suarez_Strand

Besuche den Tsingy Rouge

Der Tsingy Rouge ist der kleine Bruder des Tsingy de Bemaraha Nationalparks, in der Nähe von Diego Suarez und somit im Vergleich recht einfach zu erreichen. Die Felsformationen mögen zwar weniger spektakulärer erscheinen, aber die intensive rote Farbe gibt dir das Gefühl, gerade auf dem Mars gelandet zu sein.

Madagaskar_Tsingy_Rouge_Familie

Wandere durch den Nationalpark Montagne d’Ambre

Ebenfalls in der Nähe von Diego Suarez besticht dieser Nationalpark durch unglaubliche Artenvielfalt und wunderschöner grüner Vegetation. Wasserfälle, Chamäleons, seltene Vögel, Baumriesen – hier wirst du fündig. Perfekt um wundervolle Tierfotos zu machen! Mehr darüber und viele Tipps dazu erfährst du bei unserem Gastbeitrag von den Fotonomaden.

Madagaskar_Montagne_dAmbre_Chamaeleon

Das ist nur eine kurze Auswahl der Dinge, die du in Madagaskar sehen kannst. Obwohl ich in einem Monat doch viel herumgekommen bin, habe ich nur einen kleinen Ausschnitt von Madagaskar gesehen. Einem Land das noch unglaublich viel mehr zu bieten hat. Die wichtigsten Tipps für deine Reise: Nimm dir so viel Zeit wie möglich und außerdem viel Geduld mit!

Noch mehr Reisetipps für 2018

… findest du bei unseren Bloggerkollegen von 7ways2travel. Im Dezember verraten wir im Rahmen unseres monatlichen Blog-Projekts persönliche Reisetrends für das kommende Jahr.

7ways2travel Reiseblogger

Melanie und Juergen von Lifetravellerz nehmen uns mit auf die Azoren.

Angelika war gemeinsam mit Hund Coffee Wiederunterwegs.com an der niederländischen Nordseeküste.

Maria von Kofferpacken legt uns eine Reise durch Portugal ans Herz.

Gudrun alias Reisebloggerin war erst kürzlich in Usbekistan unterwegs und verrät ihre Reisehighlights.

Mit Gerhard von Andersreisen bleiben wir in Asien und reisen weiter in Mongolei.

Christina von CitySeaCountry.com nimmt uns zum Abschluss mit an die Costa Brava im Nordosten Spaniens bzw. Kataloniens.

Corinna Donnerer

Cori, 26, und hauptberuflich als Physiotherapeutin selbstständig. Schon während der Schulzeit und des Studiums habe ich viele Gelegenheiten zum Reisen genutzt und war so als Austauschschülerin und Aupairmädchen in Chile. Praktika habe ich in Deutschland und der Schweiz gemacht. Gemeinsam mit Flo ging es nach meiner Ausbildung auf Weltreise und seitdem hat mich das Reisefieber fest im Griff.

5 Kommentare

    • Dankeschön! Mehr oder weniger auf eigene Faust, da wir schon vor unserer Reise nach Madagaskar Bekanntschaft mit Madagassen gemacht hatten und die uns bei der Routenplanung und Organisation von Auto, Fahrer, Taxi etc. vor Ort unterstützt haben. In Antananarivo haben wir auch ein paar Tage bei einer Familie gewohnt. Davon haben wir in unserem Artikel über den Tsingy de Bemaraha Nationalpark geschrieben: https://www.travelpins.at/tsingy-de-bemaraha-madagaskar/

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