„Weil i wüll Schifoan, Schifoan, wohwohwohwoh, Schifoan, weil Schifoan is‘ des Leiwandste, wos ma si nur vurstöll’n kann.“

Skifahren in Österreich ist leiwand

So besingt Wolfgang Ambros den Volkssport „Schifoan“ in seiner gleichnamigen Hymne. Auch wenn das Lied schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat – immerhin knapp 10 mehr als ich – hat seine Aussage für mich nicht an Aktualität verloren. Skifahren ist schließlich immer noch der leiwandste Wintersport.

Hier meine Top 6 Gründe dafür!

1. Moderne Ski machen deutlich mehr Spaß

Ich kann mich noch gut an mein erstes Paar Ski erinnern. Klassische Kinder-Ski aus Plastik in neonpink-weiß, kaum für mehr zu gebrauchen als ein bisschen den Hügel im eigenen Garten hinunter zu rutschen. Die nachfolgenden Modelle waren kantentechnisch auch nicht viel besser, von einer nennenswerten Taillierung gar nicht zu reden. In den späten Neunzigern war dann das Fahren auf einem Brettl bei Jugendlichen plötzlich populärer. Auch ich konnte nicht widerstehen und wechselte von den Skiern aufs Snowboard, verletzungsbedingt allerdings nur kurze Zeit. In den letzten Jahren sah ich gefühlt immer weniger Snowboarder auf den Pisten, was wohl zum Teil auch an der Weiterentwicklung der Carving-Ski liegt, die das Skifahren wieder attraktiver gemacht haben. Auch wer gelegentlich abseits der Piste fahren möchte, kann das mit einem guten Allrounder mittlerweile mühelos tun. Denn die Ski sind viel breiter und dynamischer geworden, geben also im Tiefschnee mehr Auftritt.

Warum ich das so genau weiß? Weil ich schon seit langem kein eigenes Paar Ski mehr besitze. Klingt paradox, ist es aber nicht, denn ich kann somit jährlich neue Modelle testen und wenn es sein muss, sogar innerhalb eines einzelnen Skitags wechseln. Und das Kosten/Nutzen-Verhältnis passt für mich bei den meisten Skiverleihern einfach besser, da so die Service-Kosten entfallen, die schon mal über der Leihgebühr pro Tag liegen. Wenn ich noch dazu öffentlich ins Skigebiet fahre, spare ich mir das mühsame Mitschleppen der eigenen Skiausrüstung. Einfach in den Skiverleih an der Talstation gehen, Bindung anpassen lassen, ab in die Berge, ausreichend aufwärmen (!), einfahren und Spaß haben.

2. Skifahren liegt uns Österreichern einfach im Blut

Ok, als gebürtiger Flachlandtiroler in meinem Fall vielleicht nicht ganz so sehr, wie so manchem Westösterreicher, aber zumindest was das Skifahren beibringen betrifft, kann ich meiner Familie keine Vorwürfe machen: Geduldig nahm mich schon mein Opa jeden noch so steilen Schlepplift mit nach oben und auf der nächsten Abfahrt zwischen seine Beine, um das Bogerl fahren zu üben. In der Volksschule wurden dann am Schulskitag die ersten Rennen gefahren, später in der „richtigen“ Schulskikurs-Woche die parallele Skiführung geübt und an der Technik gefeilt.

Skirennen trainieren

Zugegeben, nachdem der früher in Österreich obligatorische Schulskikurs seit 20 Jahren nicht mehr verpflichtend ist, wächst nun die erste Generation heran, deren Eltern das Skifahren womöglich nie gelernt haben. Und somit auch kein Interesse zeigen, dass ihre Kinder es tun. Demnach relativiert sich dieser Punkt ein bisschen, was ich persönlich aber sehr schade finde.

3. Beim Skirennen wird leidenschaftlich mitgefiebert

Wenn schon die eigenen Eltern keine skifahrerischen Vorbilder sein können, dann noch am ehesten Skistars wie Marcel Hirscher & Co. Jahrelang habe ich Skirennen vorm TV verfolgt, bis ich letztes Jahr zum ersten Mal „live“ bei einem wahren Klassiker im alpinen Ski-Weltcup dabei sein durfte. Eine Atmosphäre wie im Zielstadion der Hahnenkamm-Abfahrt habe ich davor nur zu den erfolgreicheren Zeiten der Fußballnationalmannschaft während der EM-Quali erlebt. Wahnsinn, was dort für eine Stimmung herrscht!

Hahnenkamm-Rennen Stimmung

Endlich beginnen nun die Olympischen Spiele und auch wenn ich sie zum Teil aus Asien, aber immer noch nur aus der Ferne, beobachten darf, ist nun wieder mitfiebern und Daumen drücken angesagt.

4. Spaß und Action auf der Piste

Was mich beim Skifahren besonders freut, ist, dass die Funparks in den heimischen Skigebieten immer größer und vielfältiger werden: Neben Crossparks, klassischen Fun Slopes und Speed-Messstrecken laden auch Parallelslalom-Kurse mit Zeitnehmung und Video zu lässigen Ski-Challenges und Wintersport-Abenteuern ein, bei denen sich die jungen „beweisen“ können.

Aber auch für die älteren Semester kommt der Spaß dabei nicht zu kurz. Wer es gerne gemütlich angeht, stellt sich mit seinen Freunden vor einen der immer häufiger anzutreffenden Photo Points und schießt ein Erinnerungsfoto, das er sich über seine Skipassnummer im Internet herunterlädt. Und auch gleich alle Infos mit dazu bekommt, wieviele Höhenmeter er zurückgelegt hat und mit welchen Liften er wie oft gefahren ist.

Panorama Photopoint

Skeptisch bin ich ob der WLAN-Masten im Skigebiet, da es die für meinen Geschmack nicht auf jedem Berggipfel braucht. Da erwarte ich mir einfach keinen perfekten Empfang wie in der Stadt, sondern genieße lieber das Naturerlebnis. Andererseits teilen wir uns die Skipisten mit immer mehr ausländischen Skiurlaubern, für die das natürlich attraktiv ist und die ohne eigenem Datenvolumen auch mal schnell ein Selfie vom Sessellift auf Instagram hochladen können.

5. Perfekte Infrastruktur für noch mehr Ski-Genuss

Doch auch abseits von Funparks und WLAN wird unglaublich viel in den heimischen Skigebieten investiert. Pro Jahr sind das mittlerweile eine halbe Milliarde (!) Euro, die laut Fachverband der Seilbahnen allein in den Komfort, die Qualität und die Sicherheit investiert werden. Da gehören unter anderem beheizbare Lifte, Lawinenverbauungen und eine möglichst energieeffiziente, moderne Beschneiungstechnik aka Schneekanonen dazu.

Pures Skivergnügen auf den Bergen Österreichs

Aufgrund der Seilbahnen ist der österreichische Alpenraum sehr gut erschlossen: man kommt schnell auf die Berge, die Skigebiete werden immer weitläufiger und es gibt genügend Platz auf den Pisten, was letztendlich auch der Sicherheit dient.

6. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung

Viele jammern, dass das Skifahren immer teurer wird. In den Top-Skiregionen zahlt man immerhin knapp über 50 Euro für einen Tagesskipass. Viele, vor allem kleinere Skigebiete haben die Preise heuer gar nicht erhöht, andere dafür kräftig. Es kommt eben auf die Ansprüche an. Mit über 400 Skigebieten in ganz Österreich ist zum Glück für jeden Skifahrer etwas dabei. Für mich passt jedenfalls das Preis-Leistungs-Verhältnis, selbst wenn ich mal nicht der Erste auf der Piste bin – dafür aber gerne einer der Letzten, wenn alle anderen schon abgeschnallt und in Richtung Après-Ski oder Parkplatz unterwegs sind.

Skifahren in den Bergen Österreichs

Vielen Dank an @eva_demuth, die mich spontan auf meinen letzten Skitrip begleitete und einen Teil der Fotos hier machte.

Skifahren Eva und Flo

Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer entgeltlichen Kooperation mit Österreichs Seilbahnen.

Florian Figl

Flo, 29, leidenschaftlicher Outdoor-Fan und Wahl-Steirer. Früher kamen für mich nur Städtereisen in Frage, doch mittlerweile ist das anders. Auf unserer Weltreise habe ich vielfältige Naturlandschaften entdeckt und liebe es seitdem, mich in neue Abenteuer abseits des Großstadtdschungels zu stürzen. In den Bergen fühle ich mich dabei genauso zu Hause wie auf dem Wasser, egal ob beim Klettern, Mountainbiken, Surfen oder Canyoning.

3 Kommentare

  1. Hello ihr zwei, tatsächlich bin ich zwar kein wirklicher Ski-Fan, aber eure Abenteuer motivieren irgendwie sogar mich, mich mal wieder auf meine Skier zu wagen *gg* Toller Bericht! Alles Liebe, Jasi

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