Der heurige Winter zeigt sich von einer in den letzten Jahren ungewohnten Seite: mit jeder Menge Schnee, der selbst bei uns im Flachland liegen bleibt. Da steigt auch meine Lust auf Skifahren auf frischen Pulverschneehängen und die Sehnsucht nach den Bergen wird größer. Glücklicherweise war es Mitte Jänner wieder soweit und ich wurde vom Skiverbund Ski amadé zu einer Pressereise ins Gasteinertal eingeladen: mit Gipfelfrühstück, Freeride-Runs, Flying Fox, Gin-Verkostung und Ski-Yoga. Klingt ganz nach unserem Geschmack, oder?

Spaß im Tiefschnee in Gastein

Das besondere an den Programmpunkten ist, dass diese nicht extra nur für uns Blogger und Journalisten zusammengestellt wurden, sondern dass jeder Urlaubsgast diese Erlebnistage genau so buchen kann. Die insgesamt 13 „Ski amadé – made my day“ Packages werden heuer nämlich erstmals in allen fünf Regionen des Skiverbunds angeboten.

In diesem Beitrag erfährst du, was dich bei den beiden Ski-Erlebnistagen „Abheben“ in Sportgastein bzw. Bad Gastein und „Aufladen“ in Dorfgastein erwartet.

Ski-Erlebnistage für Aktiv- & Genussurlauber

Zugegeben, wenn man sich anschaut, was bei den Erlebnistagen alles angeboten wird, wirkt es fast so, als wäre Skifahren allein nicht mehr genug. Andererseits will auch nicht jeder den gesamten Skiurlaub auf der Piste verbringen, gerade wenn mal nicht Kaiserwetter herrscht und der nächste Neuschnee naht. Aber auch im Familienurlaub gehen die Interessen schon mal auseinander.

Blick ins Großarltal vom Gasteiner Fulseck

Die Schwerpunkte bei den „made my day“ Packages reichen daher von Kulinarik und Genuss, über Sport und Natur bis hin zu Fun und Action. Auf der Ski amadé Webseite kannst du dir dein Wunsch-Package nach diesen Interessen auswählen, über die einzelnen Si-Erlebnistage näher informieren, siehst die angebotenen Termine und schickst eine Anfrage. Vom Gondel- oder Gipfelfrühstück über Yoga-Einheiten und Schneeschuhwandern oder Eisklettern ist wirklich für jeden irgendwas dabei, der gerne im Winter in die Berge fährt.

Ski & Yoga in Dorfgastein, photo credit: © Milestones in Communication
Ski & Yoga in Dorfgastein, photo credit: © Milestones in Communication

Abheben in Sportgastein und Bad Gastein

Unser Ski-Erlebnistag beginnt kurz nach 8 Uhr früh mit der Gondelfahrt auf den Kreuzkogel, noch bevor alle anderen Skifahrer auf den Berg „abheben“. Ein Privileg für „made my day“ Teilnehmer.

Talstation Sportgastein Kreuzkogel Seilbahn

Noch an der Talstation treffen wir unseren Guide von der Freeride Gastein Skischule und die Profi-Freeriderin Sandra Lahnsteiner, die uns an diesem Tag begleiten werden. Oben angekommen verdichtet sich der Schneefall und das Gipfelkreuz auf 2.688 Metern ist von der Bergstation aus kaum zu erkennen. Trotzdem stapfen wir die letzten Höhenmeter bei eisigem Wind durch den Tiefschnee und holen uns den „Gipfelsieg“, mit naturgemäß bescheidener Fernsicht.

Kreuzkogel Sportgastein Aufstieg zum Gipfelkreuz
Freeride-Profi Sandra Lahnsteiner und Fotograf Klaus Listl spuren für uns den Weg zum Gipfelkreuz

Auf zum Gipfelfrühstück

Nach ein paar Minuten sind meine Wangen und Fingerspitzen fast taub. Bevor wir uns hier oben vom bloßen Rumstehen noch Erfrierungen holen, geht es also schnell wieder zurück zur Seilbahn. Denn gleich daneben steht eine futuristisch anmutende Glaskugel, die mich an eine Mondlandefähre erinnert.

Abstieg zur futuristischen Glaskugel am Kreuzkogel, photo credit © Milestones in Communication
Abstieg zur futuristischen Glaskugel am Kreuzkogel, photo credit © Milestones in Communication

Im Inneren wartet nicht nur wohlige Wärme, sondern ein reichlich gedeckter Frühstückstisch. Frische Croissants, Mini-Küchlein, Wurst- und Käseaufschnitt, alles da, was man sich zu einem Gipfelfrühstück nur wünschen würde. Sogar Sekt und Omelette werden bei diesem speziellen Catering-Service gereicht.

Gipfelfrühstück beim Ski-Erlebnistag in Sportgastein

Freeride-Run im Tiefschnee

Gut aufgewärmt schnallen wir uns die Freeride-Rucksäcke der Skischule (samt Sonde und Schaufel) um und bekommen eine Einweisung in die Bedienung der LVS-Geräte.

Dann geht es auch schon ab auf die Piste, zum gemütlichen Einfahren. Und selbst dort liegt durch den Neuschnee der letzten Stunden genug weißes Pulver, um Tiefschnee-Feeling aufkommen zu lassen. Sobald wir aber abseits der Pistenmarkierung ins Gelände fahren, merke ich sofort den Unterschied zu einer präparierten Piste. Und leider auch meine Unsicherheit, da ich schon ewig nicht mehr Off-Piste unterwegs war. Unser Guide gibt den Freeride-Anfängern unter uns zwar einige Techniktipps, aber es fällt mir zugegeben – Achtung, Ausrede! – unter den verschärften Bedingungen schwer, diese umzusetzen. Bodensicht gleich Null, eine kleine Welle bremst mich bergauf überraschend ab und ich falle zur Seite hin um. Im Tiefschnee abstützen und einfach wieder aufstehen? Schön wärs, stattdessen sinke ich mit meinem Arm immer tiefer ein. Mit viel Anstrengung schaffe ich es doch noch irgendwie, mich wieder aufzurappeln.

Freeriden in Sportgastein - Skispitzen

Bei der nächsten Abfahrt wird meine Unsicherheit dadurch nicht unbedingt besser und ich spüre ein leichtes Stechen im Knie. Lieber nicht zu viel riskieren. Während die anderen weiter in ein kleines Waldstück fahren, wo die Sicht aufgrund der Kontraste besser sein soll, beschließe ich, mich doch wieder der Pisten-Gruppe und dem zweiten Guide anzuschließen. Schließlich ist es auch auf den markierten Pisten schon herausfordernd genug, die Orientierung im für mich unbekannten Skigebiet zu finden.

Nach ein paar weiteren Abfahrten lassen wir es gut sein und kehren zu Mittag im Valeriehaus bei der Talstation ein. Und wie schon zuletzt im Sommer am Dachstein erlebt: Kaum sind wir unten, reißt der Himmel auf und es kommt sogar die Sonne durch. Wieder einmal typisch! 😉

Freeriden am Kreuzkogel in Sportgastein

Nur fliegen ist schöner: Flying Waters in Bad Gastein

Zurück auf den Berg spielt es aber nicht, denn wir haben noch einen weiteren Programmpunkt im benachbarten Bad Gastein vor uns. Auf gehts zum Flying-Fox oder „Flying Waters“, wie es hier in Gastein heißt. Gemeint ist eine 300 Meter lange Seilrutsche, die das Ortszentrum und auch den Wasserfall beim Kraftwerk-Café überspannt. Ein lässiges Erlebnis, welches ich schon von meiner letzten Gastein-Reise im Sommer kenne und jedem ohne Höhenangst uneingeschränkt empfehlen kann.

Gin-Verkostung im Ginger n‘ Gin

Wir fliegen ohne Flieger weiter ins Ginger n‘ Gin, eine lässige Bar im denkmalgeschützten Grand Hotel de L’Europe. Dort bietet Barchef Hansi Weidlinger eine beachtliche Auswahl an 150 Gin-Sorten, darunter sind auch zehn heimische Vertreter von Farthofer, Reisetbauer & Co. Als Gin des Tages empfiehlt er einen G’Vine aus Frankreich, serviert mit einem Premium Tonic von Schweppes (welches mir deutlich besser schmeckt als das „normale“, gut möglich das es aber auch am Gin liegt …).

Ginbar Ginger and Gin in Bad Gastein

Mit diesem Programmpunkt endet auch der „Abheben“ Ski-Erlebnistag, womit ich bestätigen kann: Ski amadé – made my day!

Innovative Genuss-Highlights im Weitmoser Schlössl

Zum Abendessen reserviert uns Stephanie Gschwandtner von Gasteinertal Tourismus einen Tisch im Weitmoser Schlössl, welches mir ebenfalls noch vom letzten Reiseblogger-Treffen in guter Erinnerung ist. Statt vorwiegend regionaler Spezialitäten fällt die Menü-Karte diesmal weitaus internationaler aus, ja, man könnte fast von einer Österreichisch-Asiatischen Fusionsküche sprechen: Auf indonesische Saoto-Suppe mit frittiertem Ei folgt unter anderem marokkanischer Couscous und Schweinshaxe mit Thai-Sauce.

Zu verantworten hat diese innovativen Genuss-Highlights Junior-Chef Julian Scharfetter, der mit Anfang 20 bereits jede Menge internationale Gastronomieerfahrung sammeln durfte. Aus seiner Zeit in Holland brachte er ein baltisches Koch-Duo mit ins Gasteinertal, das sich jeden Freitagabend im mit zwei Falstaff-Gabeln ausgezeichneten Restaurant kreativ austoben darf.

Aufladen mit Ski & Yoga in Dorfgastein

Skifahren und Yoga – wie passt das zusammen? Sehr gut sogar. Denn auch wenn wir alle schon einmal gehört und bei den Ski-Stars gesehen haben, dass man sich vor der Abfahrt erstmal aufwärmen sollte, so tun das nur die wenigsten Skiurlauber. Bei den Yogaübungen mit Ski- & Yogalehrerin Marlene Johannsen ist das Aufwärmtraining praktischerweise inkludiert, für uns sogar bei dezent blauem Himmel am Gipfel des Fulseck über Dorfgastein. Und auch wenn ich zugegeben selbst etwas skeptisch war, Yoga kann man sogar in Skischuhen machen. Für Auskenner: Marlenes Unterrichtsstil ist eine Kombination aus Hatha Positionen und dynamischen Kundalinibewegungen. Langes, tiefes Atmen und meditative Elemente sollen die Sensibilität für den eigenen Körper erhöhen.

Ski & Yoga mit Sandra Lahnsteiner und Marlene Johannsen

Dazu passt auch das yogisch inspirierte Mittagessen auf der Wengerhütte, welches wir nach einigen herrlichen Abfahrten auf den breiten Pisten in Richtung Großarltal genießen dürfen.

Freeriden in Gastein und Großarl

Am Nachmittag werden beim „Aufladen“ Erlebnistag die Ski gegen Schneeschuhe getauscht und eine Wanderung zu unterschiedlichen Kraftplätzen in der Natur unternommen, was wir jedoch leider nicht mehr selbst testen konnten. Alle Infos zu diesem „made my day“ Package findest du aber ebenfalls auf der Ski amadé Webseite.

Tipps für deinen Skiurlaub im Gasteinertal

Unsere wichtigsten Tipps für deinen Skiurlaub in Gastein auf einen Blick:

    • Anreise: Mit dem Zug reist du bequem ins Gasteinertal, z.B. via Salzburg oder Klagenfurt. Die ÖBB bietet aus Wien kommend sogar eine Direktverbindung ohne Umsteigen an. Alternativ fährst du mit dem Auto bis Schwarzach im Pongau, wo du ins Gasteinertal abbiegst oder aus Kärnten kommend über die Tauernschleuse bei Mallnitz.
    • Transfer: Wenn du ohne eigenem Auto anreist, kannst du entweder mit Bussen zu den einzelnen Attraktionen im Gasteinertal fahren (Ermäßigung mit Gasteiner Card) oder rufst bei Taxi Rudigier an. Das kam bei uns immer überpünktlich.
    • Unterkunft: Hervorragend genächtigt, gefrühstückt und den Wellnessbereich genossen haben wir im Impuls Hotel Tirol in Bad Hofgastein.


Impuls Hotel Tirol in Bad Hofgastein



Vielen Dank an Ski amadé und Gasteinertal Tourismus für die Einladung zu dieser Pressereise. Meine Meinung bleibt jedoch wie immer meine eigene.

Florian Figl

Flo, 29, leidenschaftlicher Outdoor-Fan und Wahl-Steirer. Früher kamen für mich nur Städtereisen in Frage, doch mittlerweile ist das anders. Auf unserer Weltreise habe ich vielfältige Naturlandschaften entdeckt und liebe es seitdem, mich in neue Abenteuer abseits des Großstadtdschungels zu stürzen. In den Bergen fühle ich mich dabei genauso zu Hause wie auf dem Wasser, egal ob beim Klettern, Mountainbiken, Surfen oder Canyoning.

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