Du planst eine Fernreise auf die Philippinen und bist womöglich zum ersten Mal in Südostasien unterwegs? Dann kann ich dich in einem Punkt schon mal beruhigen: Neben dem Backpacking-„Klassiker“ Thailand ist auch das Herumreisen und Inselhüpfen auf den Philippinen dank der touristischen Infrastruktur einfach und unkompliziert, wenn auch nicht in allen Landesteilen gleichermaßen. Sollte dennoch einmal ein Problem auftauchen, wie zum Beispiel ein verpasster Inlandsflug oder Fähre, findet sich vor Ort immer eine Lösung und du kannst darauf vertrauen, dass du dich mit halbwegs passablem Englisch gut verständigen können wirst.

Mit diesem Wissen haben wir bis auf die Flüge und die erste Übernachtung auf Palawan nichts vorausgebucht und erst vor Ort entschieden, wohin und wie es weiter gehen soll. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die du bei deiner Reisevorbereitung für die Philippinen beachten solltest. Und genau darum geht es in diesem Beitrag!

Beste Reisezeit für die Philippinen

Die beste Reisezeit ist gar nicht so leicht zu bestimmen, immerhin bestehen die Philippinen aus über 7000 Inseln. Grundsätzlich ist es aber ein guter Tipp, deine Reise nicht ausgerechnet in der mittlerweile immer stärker ausgedehnten Regenzeit zwischen Juni und Dezember zu buchen. In dieser Zeit kann es auch zu Taifunen kommen, die teils verheerende Auswirkungen mit sich bringen. Manche sprechen von einer Taifungefahr bis Jänner oder sogar schweren Unwettern bis Anfang Februar. Zum Glück liegen nicht alle Inseln im Taifungürtel, wie zum Beispiel Palawan, wo es uns Ende Februar / Anfang März hin verschlagen hat.

Auf hohe Temperaturen musst du dich bei deiner Reise sowieso vorbereiten. Gerade von März bis Mai wird es richtig, richtig heiß und die Temperaturen können auf gut 35°C klettern – das gepaart mit einer hohen Luftfeuchtigkeit kann recht anstrengend werden. Die paar Euro, die es mehr kostet, eine Klimaanlage im Zimmer zu haben, sind Gold wert! Wir können zumindest leichter schlafen, wenn die Kleidung nicht an einem klebt.

Januar bis März gilt in Bezug auf das Klima dennoch als sehr gute Reisezeit für die Philippinen.

Einreisebestimmungen und Anreise mit dem Flugzeug

Ohne Visum bekommen österreichische, deutsche und schweizer Staatsbürger bei Einreise eine Aufenthaltserlaubnis von bis zu 30 Tagen in den Reisepass gestempelt. Wer länger bleiben möchte wendet sich entweder vorab an eine philippinische Vertretungsbehörde im eigenen Land oder verlängert sein Einreisevisum im Bureau of Immigration in Manila bzw. einem der Regionalbüros vor Ort.

Für uns ansich „eh klar“, aber da wir es bei einem deutschen Pärchen am Flughafen-Gate wieder einmal mitbekommen haben, erwähne ich es extra: Du brauchst ein Rück- oder Weiterflugticket, um deine (geplante) Ausreise schon vor dem Hinflug nachweisen zu können. Die Airlines kontrollieren das und bestehen darauf, da sie dich im Falle einer nicht erteilten Einreisegenehmigung wieder zurücktransportieren müssten. Das deutsche Pärchen am Flughafen in Bangkok hatte zwar ein Rückflugticket von Thailand nach Deutschland, aber eben keines aus den Philippinen raus. Zum Glück gab es gutes WLAN und sie hatten sogar einen Laptop dabei, so dass sie noch am Gate schnell zwei Weiterflugtickets kauften und dem Bodenpersonal direkt am Bildschirm zeigen konnten.

Die weitere Einreise mit dem Flugzeug gestaltet sich aber grundsätzlich sehr unkompliziert und mit kurzen Wartezeiten. Zumindest, wenn man nicht wie wir einen Flug mit fast drei Stunden Verspätung hat. Aber wie schon gesagt, auch sowas lässt sich mit etwas Geduld vor Ort leicht lösen. Schlimmstenfalls „verliert“ man einen halben Reise- bzw. Urlaubstag, wenn man aufgrund von Flugverspätungen umgebucht wird. Am Flughafen Cebu mussten wir nur 1,5 Stunden auf den Weiterflug mit einer anderen Airline warten und erhielten als Entschädigung zumindest Essensgutscheine.

Wichtig auch: Informiere dich auf jeden Fall vor der Einreise über die aktuelle Sicherheitslage, denn zurzeit wird von den Außenministerien vor Reisen auf die Insel Mindanao und den Sulu Archipel aufgrund der Terrorismusgefahr abgeraten. Außerdem wird die Insel Boracay voraussichtlich für sechs Monate für alle Touristen gesperrt sein, um sie wieder auf Vordermann zu bringen und die Natur besser schützen zu können.

Reise- und Auslandskrankenversicherung

Auch wenn wir die Reise- bzw. Auslandskrankenversicherung auf unseren vielen Reisen erst je einmal gebraucht haben, ohne entsprechenden Versicherungsschutz würden wir niemals ins Ausland verreisen. Denn selbst vermeintliche Kleinigkeiten können große Kosten verursachen, vor allem wenn ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird. So musste Flo nach einer Lebensmittelvergiftung auf Koh Phi Phi in Thailand für eine Nacht in eine Klinik und bekam eine Infusion. Das kostete rund 800 Euro, die direkt von der Versicherung bezahlt und nicht erst von uns einkassiert wurden. Wäre etwas Gröberes passiert, hätte der Preis so schnell auch in vermeintlich günstigen Reiseländern ordentlich in die Höhe schießen können, mal ganz abgesehen von den Kosten für einen eventuellen Rücktransport mit dem Ambulanz-Jet ins Heimatland.

Frag am besten beim Versicherungsberater deines Vertrauens nach einer für dich und deinen Reiseplänen passenden Versicherung. Wenn es schnell gehen muss, kannst du Reiseversicherungen mittlerweile auch online abschließen oder dich zumindest auf Vergleichsportalen vorab selbst informieren. Einen teilweise recht guten Basis-Reiseschutz bieten auch Kreditkartenfirmen, wobei du dort besonders genau im Kleingedruckten nachlesen musst.

Reise Medizin Check und Reiseapotheke

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Als wir 2014 unsere Weltreise planten, kamen wir natürlich nicht umhin, uns erstmals mit dem Thema Reiseimpfungen zu beschäftigen. So ließen wir uns unter anderem gegen Gelbfieber, Tollwut und Japanische Enzephalitis schützen. Das hätten wir auch bei einer Reise nur auf die Philippinen gemacht, da das Risiko speziell bei Fernreisen rund um den Äquator ein höheres ist. War es damals für uns in Wien relativ einfach und schnell möglich, eine reisemedizinische Beratung quasi um die Ecke einzuholen, so ist es für uns heute als Steirer schon schwieriger, in der Nähe einen spezialisierten Mediziner zu finden.

Dabei hilft der Valneva Reise Medizin Check, der nach Angabe des Reiseziels und der eigenen Postleitzahl die nächsten Anlaufstellen anzeigt. Ein Reisemediziner kann dich auch bei der Zusammenstellung einer Reiseapotheke beraten und gibt dir eine Liste mit empfohlenen Medikamenten mit, zum Beispiel zur Malaria-Prophylaxe bzw. als Stand-By Medikament, da es gegen Malaria keine Impfung gibt.

Geld abheben auf den Philippinen

Geld abheben hat sich bei unserer Reise auf Palawan alles andere als einfach gestaltet. Wir haben beide mehrere Karten auf Reisen mit, ob Kredit-, Debit- oder Bankomatkarte, eigentlich sind wir für alles gerüstet. Offensichtlich aber nicht für viele philippinische Bankautomaten. Erst bei der fünften Bank in Puerto Princesa war der Bankomat so gnädig mir in kleinen Häppchen philippinische Pesos auszuzahlen. Gut, dass wir das noch in Puerto Princesa erledigt hatten, denn im Norden in El Nido gab es lange nicht einmal Bankomaten. Das hat sich zwar mittlerweile geändert, aber bei einer eventuellen 1:5 Chance ist es mir doch lieber, mich nicht davon abhängig zu machen. Daher würde ich dir auch noch empfehlen, sicherheitshalber einen gewissen Betrag an US-Dollar oder Euro mitzuführen (möglichst neue Scheine, ohne Risse), den du vor Ort in einer Wechselstube in Pesos umtauschen kannst. Stelle dich dabei auf Wechselspesen in Höhe von 10% Kursaufschlag ein.

Ich würde mich übrigens nicht darauf verlassen, dass du in Hostels und anderen Backpacker-Unterkünften auch mit Kreditkarte bezahlen kannst. Wir haben aus Interesse bei einer Tour-Anbieterin nachgefragt, die laut Schild auch Kartenzahlung angeboten hätte, da es eben sehr selten vorkommt. Das hätte uns einen saftigen Aufschlag gekostet, so dass wir auf den Philippinen unsere Kreditkarten tatsächlich nur zum Geld abheben verwendet und alles bar bezahlt haben.

Aus meiner Sicht sind das die wichtigsten Dinge, über die du noch vor der Abreise in Richtung Philippinen Bescheid wissen solltest. Alles andere kannst du ganz unkompliziert vor Ort organisieren, und sei es nur, weil dir erst im Flieger eingefallen ist, dass du deinen Badesachen zu Hause vergessen hast …

Hinweis: Dieser Beitrag ist im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit Valneva entstanden, die uns gebeten haben, auf den Reise Medizin Check hinzuweisen. Eine sinnvolle Sache, wie wir finden, und daher sind wir diese Kooperation gerne eingegangen. Der entsprechende Absatz ist als – Werbung – markiert, auf den Rest des Artikels hat dies jedoch keinen Einfluss.

Corinna Donnerer

Cori, 26, und hauptberuflich als Physiotherapeutin selbstständig. Schon während der Schulzeit und des Studiums habe ich viele Gelegenheiten zum Reisen genutzt und war so als Austauschschülerin und Aupairmädchen in Chile. Praktika habe ich in Deutschland und der Schweiz gemacht. Gemeinsam mit Flo ging es nach meiner Ausbildung auf Weltreise und seitdem hat mich das Reisefieber fest im Griff.

2 Kommentare

  1. Hallo, ein super Beitrag! Ich plane schon seit langem ein Trip nach Thailand. Da die Regenzeit von Juni bis Dezember dauert, werde ich es auf das nächste Jahr verschieben müssen.
    Grüße

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