Sind es die weißen Sandstrände, das türkisblaue Meer oder doch die smaragdfarbenen Lagunen? Für uns war es wohl ein Mix aus all dem, der uns mit offenen Mündern staunen ließ, als wir von Palawan hörten und die ersten Bilder von der westlichsten Inselgruppe der Philippinen sahen.

El Nido, Palawan Insel Hüpfen

Neben Puerto Princesa mit dem berühmten Underground River in der Nähe, ist El Nido im Norden der touristische Hauptort auf Palawan. Und da wir vor allem zum Urlaub machen auf die Philippinen reisten und uns vorher bewusst nicht mit einer bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Reiseplanung beschäftigen wollten, ließen wir diese Reise mehr oder weniger auf uns „zukommen“. Klingt irgendwie so gar nicht nach uns, aber so war es. Was wir aber schon vorab wussten ist, dass wir um eine Island Hopping Tour nicht umhin kommen würden. Denn rund um El Nido gibt es viele kleine Inseln, versteckte Lagunen und Schnorchel-Spots, zu denen man nur per Boot gelangt.

Was du vor der Buchung einer Island Hopping Tour wissen solltest

Kaum in El Nido angekommen stießen wir auf einen Touranbieter nach dem anderen. Alle haben sie eine „Island Hopping Tour A“, „Tour B“, „Tour C“, „Tour D“ oder eine Kombination daraus im Programm. Und bei allen Anbietern sind nicht nur die einzelnen Stopps je Tour dieselben, sondern auch die Startzeiten um 9 Uhr morgens und die Preise (zwischen 1.200 PHP und 1.400 PHP pro Person, Stand Februar 2018). Dazu kommt noch eine staatliche Öko-Tourismus Gebühr, die 200 PHP kostet und 10 Tage gilt – auch für andere Touren und z.B. Tauchgänge!

Inselstrand Palawan

Im Prinzip kannst du dir also zeitaufwändiges Preise vergleichen sparen und beim Erstbesten buchen. Dabei lohnt es sich aber, wenn du nach weiteren Aktivitäten oder Tagesausflügen fragst, die für dich interessant klingen. Wir gingen z.B. direkt an den Hauptstrand in der Bucht von El Nido, von wo aus die Island Hopping Touren starten und arrangierten eine geführte Klettertour auf den Taraw Peak. Da wir gleich beides zusammen buchten, bekamen wir die Island Hopping Tour um 200 Pesos günstiger und bezahlten insgesamt 1.700 PHP pro Person (1.100 für Island Hopping und 600 für Taraw Peak). Mehr über unsere Klettertour erzähle ich dir vielleicht in einem weiteren Beitrag, jetzt schauen wir uns aber erst mal die von uns gebuchte Island Hopping Tour genauer an.

El Nido Tour B: Ein Mix aus Stränden, Höhlen & Schnorchelspots

Auch wenn Tour A und C die populärsten sind, haben wir uns letzlich für Tour B entschieden, da sie für uns den besten Mix aus Stränden, Höhlen und Spots zum Schnorcheln. Zumindest laut dem übersichtlichen „Programm“ auf den Schautafeln, die Namen und Fotos der Stopps zeigen. Bei anderen Touren fährt man zum Teil nur von einem Strand zum nächsten.

Island Hopping Tour B Palawan
„Für die Küstenwache“ müssen alle Schwimmwesten vor der Abfahrt anlegen …

Pinagbuyutan Island

Erster Stopp ist die kleine Insel Pinagbuyutan, die weniger durch weiße Sandstrände begeistert, als viel mehr durch das klare Wasser. Ansich auch ein perfekter Spot zum Schnorcheln, wäre da nicht die starke Strömung.

Pinagbuyutan Island Palawan

So halten wir uns hier lieber noch an Land auf und suchen uns ein paar kleinere Felsen, auf die wir hinaufklettern können.

Cathedral Cave

Weiter gehts zu einer schmalen, haushohen Höhle, die an eine Kathedrale erinnern soll. Daher auch der Name Cathedral Cave. Leider kann man sie mit dem Boot nicht befahren, so dass wir sie nur von außen bestaunen können.

Cadugnon Cave

Mehr Glück haben wir in einer Bucht gegenüber. Hier befindet sich die Cadugnon Höhle, die im Zweiten Weltkrieg einigen Insulanern als Zufluchtsort vor amerikanischen Bombern gedient haben soll. Man erreicht sie durch einen schmalen Spalt im Fels, der sich etwa auf Brusthöhe befindet und durch den man sich quasi „durchrollen“ muss. Zum Glück strömt von oben ausreichend Tageslicht in die Höhle, so dass wir auch den hinteren und oberen Teil der Höhle erkunden können.

Währenddessen wird auf unserem Boot bereits das Mittagessen gekocht, welches wir an mit Stroh beschatteten Tischen und Bänken direkt am Strand neben der Höhle genießen können.

Cadugnon Beach Lunch

Snake Island

Den nächsten Stopp hätten wir am liebsten bei Ebbe besucht. Leider ist aber gerade Flut, als wir auf Snake Island ankommen. Das besondere an dieser Insel ist nämlich, dass sie über eine schmale Sandbank mit der „Hauptinsel“ Palawans verbunden ist. Von einem Aussichtspunkt auf Snake Island können wir die S-Form gut erahnen. Die Einheimischen haben den Namen von den Touristen übernommen, denn eigentlich heißt sie Vigan Island.

Snake Island Palawan

Auf halber Strecke gibt es außerdem eine schwimmende Bar und als wir bereits wieder zurück auf unserem Boot sind, können wir unseren Augen kaum trauen: Hinter uns schwimmt ein Hund die Strecke zur Hauptinsel, vorbei an der Bar und den Leuten, die ihn von dort aus anfeuern!

Pangulasian Island

Weiter gehts mit Tiersichtigungen: Als wir vor Pangulasian Island den Anker werfen und durch das Wasser zur Insel waten, huscht gerade ein Waran zurück in sein Versteck in den Felsen. Er war wohl auf Futtersuche, denn leider hinterlassen andere Touristen mehr in der schmalen Bucht, als sie mitbringen. eine Auf dem letzten Stopp unserer Tour B bietet sich dann endlich eine gute Gelegenheit, Schnorcheln zu gehen. Zwar können wir einige Fische beobachten, aber die Sichtweite in Strandnähe ist trotzdem nicht vergleichbar mit jener, die wir tags zuvor bei unseren Tauchgängen hatten.

Insel Hüpfen auf Palawan rund um El Nido

Fazit Tour B

Wirklich vom Hocker gehauen hat uns diese Island Hopping Tour zwar nicht, aber wer unkompliziert einen Einblick in die vielfältige Inselwelt Palawans bekommen möchte, kann trotzdem beruhigt die Tour B buchen, zumal sie nicht so übervoll mit anderen Touristen sein soll, wie bei Tour A. Wer es noch individueller haben mag, bucht eine Private Tour und kann so den anderen Booten am ehesten ausweichen, um einen der Traumstrände für kurze Zeit ganz für sich alleine zu haben.

Reisevorbereitung für die Philippinen

Auch wenn wir auf den Philippinen in erster Linie „Urlaub ohne Plan“ machen wollten und uns für viele Aktivitäten tatsächlich erst spontan vor Ort entschieden haben, so gibt es einige Punkte, die man auf jedem Fall vor einer Fernreise nach Südostasien beachten sollte. Mehr dazu liest du in Coris Beitrag „Reisevorbereitung für die Philippinen“.

Warst du ebenfalls schon auf Palawan? Welche Eindrücke hast du von El Nido und anderen Ort auf der Insel gewonnen?

Florian Figl

Flo, 30, leidenschaftlicher Outdoor-Fan und Wahl-Steirer. Früher kamen für mich nur Städtereisen in Frage, doch mittlerweile ist das anders. Auf unserer Weltreise habe ich vielfältige Naturlandschaften entdeckt und liebe es seitdem, mich in neue Abenteuer abseits des Großstadtdschungels zu stürzen. In den Bergen fühle ich mich dabei genauso zu Hause wie auf dem Wasser, egal ob beim Klettern, Mountainbiken, Surfen oder Canyoning.

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