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Nach zwei Wochen Safari, Wandern und Besuchen von verschiedenen Projekten und sozialen Einrichtungen in Kenia und Tansania sind ein paar relaxte Tage auf Sansibar wohl ein perfekter Abschluss unserer ersten Afrikareise. Hier können wir unsere warmen Kleidungsstücke und Schuhe getrost im Rucksack lassen, während die Seele bereits in der Hängematte baumelt. Von Zeit zu Zeit dann noch ein frisch gepresster Fruchtsaft, die Füße in den Sand stecken und den Sonnenuntergang genießen… Herz, was willst du mehr!

Hier sind unsere besten Gründe, dieser Perle im Indischen Ozean nochmal einen Besuch abzustatten.

Kajibange Guesthouse auf Sansibar
Unser Guesthouse auf Sansibar, direkt am Strand von Nungwi an der Nordküste

Puderzucker-Traumstrände am Indischen Ozean

Mittlerweile waren wir wirklich viel unterwegs und auch an unzähligen Stränden rund um die Welt. Aber ich habe noch nie einen so perfekten Puderzuckerstrand wie in Nungwi erlebt! So fein, weiß und weich, dass man die Füße am liebsten garnicht mehr aus dem Sand ziehen würde. Dazu gibt das türkisblaue Meer. Postkarten-Kitsch!

Nungwi Beach auf Sansibar
Auch Hunde relaxen hier gerne am Strand

Schön ist außerdem, dass der Strand sehr flach abfällt, so dass du weit ins Meer gehen kannst, ohne schwimmen zu „müssen“. Wenn du gerne Muscheln sammelst, bist du dort ebenfalls sehr gut aufgehoben. Teils lassen sich richtig schöne, riesige Exemplare finden. Übrigens, so ein Puderzuckersand eignet sich auch super zum Sandburg bauen. Oder, wie in unserem Fall zum „Sandschneemann bauen“. Das war für die Einheimischen schwer zu verstehen, für sie war es nur ein dickes Sandbaby 🙂

Tauchen und Schnorcheln vor Mnemba Island

Von Nungwi aus dauert es etwa 40 Minuten mit dem Speedboot, mit einem normalen etwa 1,5 Stunden, bis du Mnemba Island erreichst. Vor der Küste dieser Privatinsel gibt es tolle Bedingungen für Taucher, aber auch Schnorchler. An Land gehen darf man hier aber logischerweise leider nicht. Mit etwas Glück kannst du rund um die Insel sogar eine Schildkröte oder Delfine sehen. Wir haben die Delfine leider nur vom Boot aus beobachten können, aber das war trotzdem ein wunderschönes Erlebnis. Tauchschulen gibt es einige in Nungwi, so dass du deine Tauchgänge oder -kurse normalerweise auch kurzfristig, 1-2 Tage zuvor, buchen kannst.

Tauchboote vor Mnemba Island
Tauchboote vor Mnemba Island

Für zwei Tauchgänge vor Mnemba haben wir bei Spanish Dancer Divers je 110 Dollar bezahlt, sowie weitere 30 Dollar für den Marine Nationalpark (Unterwasser). Inkludiert waren die Tauchausrüstung, die Begleitung durch einen zertifizierten Dive Master und kleine Snacks und Wasser an Bord des Speedboots. Zusätzlich machte ein weiterer Dive Master am Tag zuvor mit uns noch einen kurzen „Refresher“, da zumindest mein letzter Tauchgang schon länger als ein Jahr zurück liegt.

Sansibar Unterwasser Selfie

Eine Schnorcheltour bekommst du deutlich günstiger, da du auch nicht den Eintritt in den Marine Park bezahlen musst. Ein Tagesangebot kannst du gut um etwa 25 Dollar bekommen, handeln erlaubt.

Sonnenuntergang am Dau-Segelboot

Eine andere Möglichkeit, das Meer zu genießen, ist ein Sunset Cruise. Sonnenuntergänge sind natürlich auch am Strand wunderschön, aber so ein typisch arabisches Segelboot ist dann doch nochmal was anderes. Bei uns wurde der Sunset Cruise über unsere Tauchschule beworben, Angebote gibt es aber ohnehin an jeder Ecke. Für die etwa zwei Stunden auf dem Boot haben wir fünf US-Dollar bezahlt und der „Bordband“ noch Trinkgeld hinterlassen. Die Band bestand aus sechs Burschen, die die ganze Zeit über mit Trommeln und Gesang Stimmung machten. Getränke sind übrigens selbst mitzubringen. Sunset Cruises kannst du auch mit Schnorcheltrips kombinieren, dann wird es aber etwas teurer.

Besuch einer Gewürzfarm

Sansibar hat sich einen Namen als Insel der Gewürze gemacht. Das zieht bei den Touristen, obwohl laut unserem Führer mittlerweile die meisten Gewürze (auch) auf dem Festland angebaut werden. Trotzdem kannst du zahlreiche Farmen besuchen und erfahren, woher unsere Gewürze wie Vanille und Zimt kommen und wie die Pflanzen aussehen bevor sie als Pulver bei uns landen.

Nebenbei hast du sicher die Gelegenheit, einige Früchte wie Litschi, Kokosnuss, Papaya oder Jackfruit zu probieren. Oder deine Lippen mit dem Saft des „Lipstick Trees“ zu bemalen. Kein Scherz, beim Reiben der Früchte entsteht ein orangeroter Saft, der sich wirklich gut dafür eignet – garantiert kussecht 😉 Mit ziemlicher Sicherheit wird man dir auch noch zeigen, wie man eine Kokospalme erklimmt – mit nichts als einer kurzen Seilschlaufe. Keine Sorge, nachmachen musst du das nicht!

Gewürzfarm Sansibar
Singender Kokospalmen-Kletterer auf einer Gewürzfarm

Kultur & Sehenswürdigkeiten in Stone Town

An Stone Town kommst du nicht vorbei, egal ob du per Fähre oder Flugzeug anreist und das ist auch gut so! Wenn du Zeit hast, dann lass dir eine Führung durch die Stadt mit den Gewürzmärkten, typischen Steinhäusern und vielem mehr geben. Die Architektur ist stark arabisch beeinflusst, was man gut an den Fenstern und Türen erkennen kann.

Stone Town auf Sansibar

Weitere Tipps wären ein Besuch im Museum am früheren Sklavenmarkt, der Palast, das House of Wonders und für Fans: das Freddie Mercury House. Freddie Mercury hat sich aus offensichtlichen Gründen bei der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung auf Sansibar nicht so beliebt gemacht, deshalb gibt es eigentlich außer einem Souvenirshop nichts zu sehen.

Freddie Mercury House in Stone Town

Aber mit seinem Namen lässt sich bei Touristen gut Geld machen, so auch mit der Mercury Bar in der Nähe vom Hafen. Auch die ist weiter nichts Besonderes, aber wir können dir stattdessen das Livingstone Beach Restaurant & Bar empfehlen, hier kannst du direkt am Strand unter Palmen sitzen, Cocktails und ab und zu auch Live-Musik genießen. Von der Atmosphäre her top!

Strand Stone Town
Am Stadtstrand von Stone Town, im Hintergrund das Livingstone Beach Restaurant

Sansibar günstig bereisen: So geht’s!

Immer wieder schauen wir auf verschiedenen Online-Reiseportalen nach günstigen Angeboten, vor allem für Flugreisen rund um die Welt. Sansibar ist da sehr oft dabei! Die günstigsten Angebote ab Mitteleuropa findest du mit etwas Glück für unter 500 Euro.

Wenn du zuvor ohnehin eine Safari im Norden Tansanias machen möchtest, so kannst du auch nach Flügen zum Kilimanjaro International Airport Ausschau halten und von dort Überland mit dem Bus nach Dar es Salaam weiterreisen, von wo aus du eine Fähre nach Sansibar nimmst. Vorsicht bei Flügen zum Julius Nyerere Flughafen in Dar: Auch wenn Inlandsflüge hierhin oft deutlich günstiger sind als direkt nach Sansibar, so kann der Preis für eine Taxifahrt jene des Flugtickets schnell übersteigen (ca. 50 US-Dollar zum Hafen!). Besser du fragst bei deiner Unterkunft oder einem Safari-Unternehmen nach einem Transfer nach. Dasselbe gilt für die Fahrt von Stone Town in den Norden Sansibars. Beides lässt sich jedoch auch noch am Vortag organisieren und hat uns eniges an Geld gespart!

Sonnenuntergang am Strand von Nungwi auf Sansibar
Sonnenuntergang am Strand von Nungwi

Mit 7ways2travel ab auf die Insel

Dieser Beitrag entstand im Rahmen von #7ways2travel, einem monatlichen Blog-Projekt, bei dem von sieben österreichischen Reisebloggern Beiträge zu einem bestimmten Thema veröffentlicht werden. Im Monat März nehmen unseren Kollegen und wir euch mit auf die schönsten Inseln Europas, Afrikas und Asiens.

7ways2travel-travelpins

Angelika von wiederunterwegs.com war schon mehrmals auf Korsika, für sie die schönste Insel. In ihrem 7ways2travel-Beitrag zeigt sie uns ihren Lieblingsplätze zum Wandern, Flussbaden, Campen, Motorrad fahren und viel(em) Meer.

Maria nimmt uns in ihrem alternativen Reisemagazin Kofferpacken.at mit zum Pool-Hopping auf die griechische Insel Korfu.

Juergen und Melanie alias Lifetravellerz.com waren zum Kitesurfen auf Sardinien und haben sich auf ihrem Roadtrip angesehen, was die italienische Insel außer Wind sonst noch zu bieten hat.

Mit reisebloggerin.at Gudrun geht es diesmal auf eine kleine Zeitreise nach Kuba.

Gerhard von Andersreisen.net hat sich auf seiner letzten Aisenreise Singapur näher für dich angesehen.

Melanie von Urlaubsgeschichten.at berichtet zum Abschluss der #7ways2travel-Woche über Sizilien.

Corinna Donnerer

Cori, 25, und hauptberuflich als Physiotherapeutin selbstständig. Schon während der Schulzeit und des Studiums habe ich viele Gelegenheiten zum Reisen genutzt und war so als Austauschschülerin und Aupairmädchen in Chile. Praktika habe ich in Deutschland und der Schweiz gemacht. Gemeinsam mit Flo ging es nach meiner Ausbildung auf Weltreise und seitdem hat mich das Reisefieber fest im Griff.

10 Kommentare

  1. Die Bilder vom Strand sind ja ein Traum! Insgeheim träume ich ja auch davon, möglichst bald eine Safari mit anschließendem Entspannungsurlaub auf Sansibar zu machen 😉 Wird allerdings noch etwas dauern, für dieses Jahr ist der ganze Urlaub bereits verplant. Bis dahin träume ich dank toller Berichte und Bilder davon 😉

  2. Hey,
    Sansibar ist wirklich ein Traum! Ich war vor ein paar Jahren für eine Woche dort und eigentlich war es viel zu kurz, weil es dort so viele schöne und interessante Ort zu entdecken gibt! 🙂
    Liebe Grüße,
    Chrissy

    • Hey Chrissy,

      auch für uns war die Zeit eigentlich viel zu kurz! Aber das Schöne ist, dass es immer mal wieder ganz günstige Flüge nach Sansibar gibt 😉

      Lg, Cori

  3. Schön sieht das aus! Nach dem perfekten Ort zum relaxen nach einer Safari… Aber trotzdem scheint es, dass es auch auf Sansibar noch viel zu entdecken und erleben gibt. Liebe Grüsse, Miuh

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