Barcelona von oben

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Um dem nasskalten Winterwetter in Österreich für einige Tage zu entfliehen, ging es für Cori und mich in der ersten Februarwoche nach Barcelona. In der katalonischen Hauptstadt herrschen selbst um diese Jahreszeit vergleichsweise milde Temperaturen. Perfekt also für einen Wanderurlaub! Wandern in der Großstadt? Ja, auch das geht in Barcelona und lässt sich perfekt mit einem Städtetrip kombinieren. Daher zeigen wir dir diesmal „Barcelona von oben“ …

Turó de les tres creus (Parc Güell)

Im westlichen Teil des von Architekt Antoni Gaudí entworfenen Parc Güell befindet sich der Turó de les tres creus, der „Hügel der drei Kreuze“. Von hier aus kann man sich bereits ohne große Anstrengung einen ersten guten Überblick über die Mittelmeer-Metropole verschaffen. Von der Metro Station Vallcarca führen mehrere Rolltreppen (!) die steilen Gassen zum Parc Güell hinauf. Der Hügel selbst ist dann nur ein paar Meter hoch und leider auch bei andren Touristen nicht ganz unbekannt…

Turó de les tres creus von unten.

Turó de les tres creus von unten.

Am Turó de les tres creus mit Blick auf die Stadt.

Am Turó de les tres creus mit Blick auf die Stadt.

El Carmel

Seit September 2013 ist der zentrale Teil des Parc Güell nur noch gegen 8 Euro Eintritt zu besuchen. Das betrifft den berühmten Salamanderbrunnen und die Terrasse mit den wellenförmigen Sitzbänken. Die äußeren Bereiche des Parks sind aber nachwievor frei zugünglich. Ich empfehle dir, die 8 Euro lieber zu sparen und stattdessen den Park vom Westen kommend in nördliche Richtung hinaufzuwandern. Dort geht er nämlich über in einen weiteren Stadtteil Barcelonas: Vom Hügel in El Carmel hat man eine großartige Aussicht auf die Stadt, die vor einem liegt. Und wenn nicht gerade eine Schulklasse ebenfalls auf den Hügel hinaufwandert, stehen die Chancen gut, dass man hier oben alleine ist.

Rauf auf den Hügel von El Carmel.

Rauf auf den Hügel von El Carmel.

Panorama von El Carmel.

Panorama von El Carmel (Klicken zum Vergrößern)

Tibidabo

Der Tibidabo ist der Hausberg Barcelonas und mit 512 Metern der höchste „Gipfel“ (Hügel) der Serra de Collserola. Neben der Kirche Sagrat Cor mit der markanten Christusstatue am Dach befindet sich auch ein Fernseh- und Aussichtsturm, sowie ein Vergnügungspark am Tibidabo. Letzerer ist nur an den Wochenenden geöffnet, ebenso wie die Standseilbahn „Funicular de Tibidabo“, die bis ganz nach oben führt. Alternativ fährt jedoch auch die Buslinie 111 bis zum Gipfel. Wir entschieden uns für den Aufstieg zu Fuß, was auch in knapp 1,5 Stunden von Vallcarca aus bewältigbar ist.

Tibidabo von unten

Tibidabo von unten

Am Tibidabo mit Kirche Sagrat Cor

Am Tibidabo mit Kirche Sagrat Cor

Vergnügungspark am Tibidabo.

Vergnügungspark am Tibidabo.

Cori und Flo vor der Kirche Sagrat Cor

Cori und Flo vor der Kirche Sagrat Cor

Casa Milà (La Pedrera)

Nachdem Touristengruppen via Aufzug in die oberen Stockwerke der Casa Milà gekarrt werden, hat das mit wandern freilich nichts zu tun. Dennoch lohnt auch der Ausblick vom Dach des ebenfalls von Antoni Gaudí gestalteten und knapp 100 Jahre alten Wohngebäudes. Für mich ein Fixpunkt bei jedem Barcelona-Besuch, war ich doch im Sommer 2009 schon hierheroben. Da allerdings mit deutlich mehr Touristen. Tipp: Zeitig kommen, um lange Schlangen zu vermeiden.

Modell der Casa Milà

Modell der Casa Milà

Am Dach der Casa Milà

Am Dach der Casa Milà

Sagrada Familia

Ebenfalls sehr touristisch geht es vor der Sagrada Familia zu. Stell dich also lieber auf lange Wartezeiten ein, wenn du Gaudí’s größtes (und nachwievor unvollendetes) Bauwerk besuchen möchtest. Statt einem Blick von oben, gibt es diesmal Fotos „von unten“ …

Blick zur Decke der Sagrada Familia

Blick zur Decke der Sagrada Familia

Alles nur Fassade

Alles nur Fassade

Camp Nou

Als Fußballfan komme ich fast nicht drum herum, das Camp Nou, die Heimstätte des FC Barcelona, zu besuchen. Nachdem wir das Ligaspiel gegen Valencia am Wochenende knapp verpassten, fand glücklicherweise am Mittwoch darauf das Halbfinale der spanischen Copa del Rey statt. Wir besorgten uns also Karten für den obersten Sektor um 24 Euro und hatten einen tollen Blick auf das Spielfeld. Das Spiel selbst war leider nicht so toll. Barcelona gewann zwar 2:0 gegen Real Sociedad, spielte aber lustlos und richtige Stimmung im halbleeren Stadion wollte auch keine aufkommen. Schade, da hatte ich mir mehr erwartet …

Camp Nou von oben

Camp Nou von oben

Mirador de Colón

Von außen recht unscheinbar wirkt der Mirador de Colón am Ende der Rambla. Im Inneren der Christopher Columbus gewidmeten Säule führt jedoch ein Aufzug zur verglasten Spitze auf 60 Meter Höhe. Dieser ist übrigens für 6 Personen zugelassen, auch wenn man den allein schon ganz gut ausfüllen könnte 😉 Von hier oben hat man einen tollen Blick auf die Hafenviertel Barceloneta und Port Vell.

Mirador de Colón von unten

Mirador de Colón von unten

Im Aufzug nach oben. Platzangst, anyone?

Im Aufzug nach oben. Platzangst, anyone?

Mirador de Colón von oben - Blick auf die Rambla del Mar

Mirador de Colón von oben – Blick auf die Rambla del Mar

Cori am Fuße des Mirador de Colón

Cori am Fuße des Mirador de Colón

Palau Nacional

Der Palau Nacional ist am Fuße des Parc de Montjuïc gelegen und beherbergt das Museu Nacional d’Art de Catalunya (MNAC). Wie so oft in Barcelona kann man auch hier mühsam die vielen Stufen hinauflaufen – oder sich faul auf die Rolltreppe stellen 😉

Palau Nacional von unten

Palau Nacional von unten

Palau Nacional von oben

Palau Nacional von oben

Búnker del Carmel (Turó de la Rovira)

Unser absoluter Lieblingsplatz in Barcelona ist jedoch der Búnker del Carmel am Turó de la Rovira. Wie der Name schon andeutet handelt es sich dabei um einen alten Weltkriegsbunker, der sich aus mehreren Richtungen erklimmen lässt und unserer Meinung nach den besten Blick auf Barcelona gewährt. Tagsüber kann es dort oben ganz schön eng werden, denn auch bei vielen Einheimischen ist dieser Aussichtspunkt sehr beliebt.

Búnker del Carmel von unten

Búnker del Carmel von unten

Sonnenstrahlen genießen am Búnker del Carmel

Sonnenstrahlen genießen am Búnker del Carmel

Obligatorisches Sprungfoto am Búnker del Carmel

Obligatorisches Sprungfoto am Búnker del Carmel

Panorama vom Búnker del Carmel (Klicken zum Vergrößern)

Panorama vom Búnker del Carmel (Klicken zum Vergrößern)

Nachdem in Barcelona erst um kurz vor 8 Uhr die Sonne aufgeht, stellten wir den Wecker für unseren letzten Tag in der Stadt auf halb 7 und machten uns zeitig genug auf den Weg, um den Sonnenaufgang vom Bunker aus zu erleben. Bei mitgebrachtem Frühstück genossen wir die ersten Sonnenstrahlen des Tages. Einfach herrlich 🙂

Sonnenaufgang am Búnker del Carmel

Sonnenaufgang am Búnker del Carmel

Die Stadt erwacht

Die Stadt erwacht

Frühstücken am Búnker del Carmel

Frühstücken am Búnker del Carmel

Cori’s Tipps, wie du mit der Barcelona Card Urlaubsgeld sparen kannst, findest du hier.

Noch mehr Bilder und unser Video von Barcelona findest du im Beitrag „Barcelona bewegt: Unterwegs mit der Nikon 1 AW1“.

Warst du ebenfalls schon in Barcelona? Was ist dein Lieblingsplatz?

Florian Figl

Florian Figl

Flo, 28, und leidenschaftlicher Städte-Reisender. Ich liebe das urbane Umfeld, die Vielzahl an Möglichkeiten und Dingen, die es an jeder Straßenecke zu entdecken gibt. Auf meiner Weltreise habe ich aber auch die Liebe zum Wandern und zur Natur entdeckt.
Florian Figl

8 Kommentare zu “Barcelona von oben

  1. Pingback: Barcelona Card - Echte Ersparnis? | Travel Pins

  2. Tanja

    Ich war leider noch nicht in Barcelona, obwohl die Stadt schon seit Jahren auf meiner To Do Liste steht und es vergleichsweise ein Katzensprung ist. Nach deinem Beitrag werde ich es (wenn ich nun mal endlich dort bin) ebenfalls mit einer kleinen Wanderung probieren.

    Unglaublich schöne Bilder & toller Beitrag!

    1. Flo Autor des Beitrags

      Danke, Tanja! Barcelona können wir nur jedem Reisenden empfehlen, da es echt für alle etwas bietet. Am besten im Frühling oder Herbst, dann klappt das auch ganz sicher mit dem Wandern 😉

  3. Markus

    Barcelona ist echt toll, ich war auch vor kurzem dort!
    Ich find euren Ansatz sehr originell, die Stadt von oben vorzustellen!
    Die Rolltreppen zum Parc Guell fand ich auch witzig!
    Weitere Highlights für mich waren das Hafengebiet Barceloneta mit tollen Sonnenaufgängen und guten Lokalen, und wegen dem Namen das „Friss Cafe“ (gleich bei der Sagrada Familia)
    Vielleicht wollt ihr auch Fotos von mir sehen = http://www.markusjerko.at/photo/barcelona/

    ciao Markus

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