Trier-isch gut! – Ein InstaTrip in die älteste Stadt Deutschlands

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Spontanausflüge haben es nun mal an sich, dass man kaum Zeit hat, sich über sie Gedanken zu machen. In diesem Fall war das gut, denn so war ich unglaublich entspannt. Bis… nun, lies selbst!

instagram-travel-thursday-logoDie einzige Empfehlung, die ich vor meinem InstaTrip ins ca. 100 000 Seelen große Trier hatte, war: „Schau dir die Porta Nigra an!“

Zufällig treffe ich Nicolas, einen Studenten aus Trier im Bus, der mir Tipps gibt, was ich mir bei einem Stadtrundgang unbedingt anschauen soll – natürlich vor allem die Porta Nigra!

Na gut, an der Porta Nigra komme ich nicht vorbei.
Und ich bin restlos begeistert! 2000 Jahre hat das römische Stadttor auf dem Buckel und ist unglaublich gut erhalten. Nur, warum schreit aus einem der Fenster ein römischer Tribun: „Hier kommt der Feind! IHR BARBAAAAREN!!!“? Auch das erfahre ich erst später.

Die Porta Nigra ist der ideale Ausgangspunkt für Besucher. Für einen Tagesausflug reicht der A4 Stadtplan aus der Touristeninfo gleich hinter dem Bauwerk vollkommen. Ein Rundweg mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist eingezeichnet. So geht es auf zum Hauptmarkt. Gesäumt von wunderschönen alten Häusern kann man hier einen Kaffee trinken und endlos viele Touristengruppen vorbeiziehen lassen. Trier hat Geschichte, Flair und vor allem: Trier ist belebt!

Gleich am Hauptmarkt findet sich der Eingang zur Markt- und Bürgerkirche St. Gangolf.

Markt- und Bürgerkirche St. Gangolf

Markt- und Bürgerkirche St. Gangolf

Keine 5min entfernt befindet sich der Dom mit der direkt angeschlossenen Liebfrauenkirche. Ein unglaublich imposantes Bauwerk, das du dir auch von innen nicht entgehen lassen solltest! Neben dem prunkvollen Hauptschiff gibt es auch weitere kleine Räume, die es zu erkunden gilt. Lustigerweise kostet das gleiche Opferlicht hier um 20c mehr als in St. Gangolf 😉

Weiter geht es zum roten Turm und zur nächsten Kirche, der Konstantin-Basilika, der ehemalige Thronsaal des Kaisers Konstantin. Der Raum ist so gewaltig, dass auf die Klänge der Orgel ein angeblich 7 Sekunden langer Nachhall zu hören ist.

Rechts: roter Turm, links: Konstantin-Basilika

Rechts: roter Turm, links: Konstantin-Basilika

Direkt dahinter komme ich zum wunderschönen Palastgarten, inklusive Teich. Und daran wiederum schließen die Ruinen der Kaiserthermen nahtlos an. Bisher bin ich also kaum 2m gegangen, ohne auf eine Sehenswürdigkeit zu stoßen. Nicht schlecht!
Und das Wetter spielt auch wunderbar mit 😉

Bei meiner Kaffeepause am Hauptmarkt bekomme ich von reisemeisterei noch einen Tipp, der Gold wert ist: eine Erlebnisführung in der Porta Nigra zu machen. Mein absoluter Trier-Höhepunkt! Ein als Soldat verkleideter Schauspieler führt uns durch das Gemäuer, bis wir vor dem römischen Tribun stehen. Und nun löst sich das Rätsel. Denn wir werden aktiv in die Führung eingebaut und müssen unter anderem unsichtbare Felsen auf „Die BARBAAAAREN!!!“ – wie unser Tribun aus dem Fenster schreit – werfen. Solltest du je die Chance nützen und nach Trier kommen, lasse dir auf keinen Fall eine der zahlreichen Erlebnisführungen entgehen!

Und nun wird bei mir aus entspannt doch noch hektisch. Denn ich habe noch knapp 2 Stunden Zeit. Bis zur Mariensäule, von der man angeblich den besten Ausblick auf die Stadt hat, dauert es laut Ticketverkäufer an der Porta Nigra über 1 Stunde zu Fuß. 45min und einen Umweg später stehe ich komplett verschwitzt und k.o. unter der Mariensäule und bin hin und weg. Das hat sich ausgezahlt!

Ausblick von der Mariensäule

Ausblick von der Mariensäule

Zu meinem Glück ersparen mir Hans-Jürgen und Brigitte noch mehr Muskelkater und nehmen mich beim Abstieg im Auto mit. Ganz selbstverständlich zeigen sie mir noch ein ganz anderes Gesicht von Trier: eine moderne Siedlung mit zahlreichen Studentenheimen am gegenüberliegenden Hang. So sehe ich sogar noch das Amphitheater Triers.


Ausblick auf Trier, links unten das Amphitheater

Alles in allem ist dies nur eine kurze Liste von Gründen um diese knapp 7 Stunden …

Trierisch gut!

… zu finden! Und um festzusellen: Hier MUSS ich nochmal hin!

Vielen Dank an Nicolas, Hans-Jürgen und Brigitte!

Hast du noch weitere Tipps zu Trier? Was hat dir besonders gut gefallen? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

Dieser Beitrag nimmt am wöchentlichen Blogprojekt namens Instagram Travel Thursday teil. Wie du auch mitmachen kannst, erfährst du zum Beispiel bei Mela von morgenmuffel.in, Anita von Travelita oder Jana von Sonne & Wolken.

Corinna Donnerer

Corinna Donnerer

Cori, 25, und hauptberuflich als Physiotherapeutin selbstständig. Schon während der Schulzeit und des Studiums habe ich viele Gelegenheiten zum Reisen genutzt und war so als Austauschschülerin und Aupairmädchen in Chile. Praktika habe ich in Deutschland und der Schweiz gemacht. Gemeinsam mit Flo ging es nach meiner Ausbildung auf Weltreise und seitdem hat mich das Reisefieber fest im Griff.
Corinna Donnerer

3 Kommentare zu “Trier-isch gut! – Ein InstaTrip in die älteste Stadt Deutschlands

    1. Cori Autor des Beitrags

      Der Barbarenteil ist absolut genial! Wenn ich das schon vorher gewusst hätte, hätte ich wohl alle zeitlich möglichen Erlebnisführungen gemacht, oder wäre schon viel früher nach Trier gefahren:) lg Cori

  1. Pingback: 203 Tage um die Welt: Mein Reisejahr 2014 | Travel Pins

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