Werbung. Ein Urlaub am Bauernhof ist nur etwas für Familien mit kleinen Kindern? Von wegen! Mittlerweile wird diese Urlaubsart bei Jung und Alt immer beliebter, bei kinderlosen Paaren genauso wie bei alleinreisenden Individualisten, die auf der Suche sind nach … ja, was eigentlich?

Die Landwirte Johanna und Karl Krenn laden speziell Paare zu sich auf den Dichtlhof im Salzburger Seenland ein, um das „echte“ bäuerliche Leben und Arbeiten kennenzulernen. Und dieses „Echte“, das Authentische, ist genau das, was auch für uns einen Urlaub am Bauernhof interessant macht. Wie lehr- und abwechslungsreich ist so ein Urlaub? Wie gehts dabei den Landwirten im Zusammenleben mit den Gästen? Das wollen wir herausfinden und quartieren uns für zwei Nächte in der „Oase der Ruhe“ ein, wie Johanna und Karl den Dichtlhof bei Neumarkt am Wallersee gerne nennen.

Johanna und Karl Krenn vom Dichtlhof im Salzburger Seenland
Johanna und Karl Krenn vom Dichtlhof im Salzburger Seenland

Urlaub am Dichtlhof: Unsere Auszeit zu zweit im Salzburger Seenland

„Willkommen bei uns am Dichtlhof!“, begrüßt uns Johanna Krenn, als wir in der Hofeinfahrt aus dem Auto steigen. „Was wollt’s denn trinken?“ Zwei Minuten später sitzen wir bei einem Glas Hollersaft am Tisch neben der Backstube und unterhalten uns über den Hof und was uns die nächsten Tage erwartet. Währenddessen ist ihr Mann Karl Krenn schon wieder am Arbeiten und reinigt Barrique-Fässer für die nächste Mostabfüllung. Zu tun gibt es am Hof jedenfalls genug, nicht nur im Frühherbst.

Karl Krenn beim Reinigen der Barrique-Fässer

„Wenn’s wollt’s könnt ihr auch gern schon mal in den Stall schauen, ich lass‘ eh gleich die Kühe raus!“ Schon vor 20 Jahren haben Johanna und ihr Mann Karl Krenn auf Bio umgestellt. Davon profitieren auch die Kälber in Mutterkuhhaltung, die jeden Tag auf die Weide neben dem Laufstall dürfen. Gut zwei Dutzend Rinder leben hier, darunter auch viele Kälber. Das jüngste ist gerade mal zwei Wochen alt und noch etwas unsicher auf den Beinen, während es mit den anderen über die Weide rennt.

Kühe werden am Dichtlhof im Laufstall gehalten - wenn sie nicht ohnehin auf der Weide nebenan sind.
Kühe werden am Dichtlhof im Laufstall gehalten – wenn sie nicht ohnehin auf der Weide nebenan sind.


Urlaub am Dichtlhof

Gespritzt wird in der Bio-Landwirtschaft nicht, auch nicht auf der Obstwiese auf der anderen Seite des Bauernhofs und schon gar nicht im Kräutergarten, wo sich Johannas Schätze befinden. Aus Ringelblume, Salbei, Goldrute & Co. stellt sie allerlei Tinkturen und Balsam selbst her. Das Wissen darüber hat sich Johanna ebenfalls selbst angeeignet und gibt es gerne auch an ihre Gäste weiter. „Am liebsten sind mir die Blüten die Käsepappel, sind sie nicht wunderschön?“ Sie helfen bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, sowie bei Erkältungen mit trockenem Husten.


Johannas Kräuterküche befindet sich in der Backhütte, wo nach alten Rezepten auch das Brot aus hofeigenem Bio-Getreide für die Gäste und die Dichtlalm gebacken werden. Auch hierzu lädt Johanna die Urlauber gerne ein und zeigt wie’s geht.

Im hinteren Teil der Hütte hat sie auch noch einen kleinen Shop eingerichtet, wo es von getrockneten Kräutern für Tees, Tinkturen, Balsam, Likör bis hin zu fertigen Geschenksets nur Selbstgemachtes gibt.

„So, jetzt zeig ich euch aber die Zimmer!“ Neben der kleinen Ferienwohnung „Gänseblümchen“ und unserem Balkon-Zimmer „Hollerbusch“ im 1. Stock des Hauses, gibt es auch noch eine größere Ferienwohnung „Waldmeister“ im 2. Stock, die auch für Familien mit zwei Kleinkindern geeignet ist. Neben einer Wohnküche ist diese auch mit einer Waschmaschine ausgestattet.

Ferienwohnung Waldmeister im Dichtlhof

Unser Eindruck: Die Zimmer sind insgesamt recht modern eingerichtet, in warmen, freundlichen Farben gestrichen, ohne jedoch den Bauernhof-Flair komplett zu verleugnen. Wir fühlen uns jedenfalls auf Anhieb wohl, in unserem Hollerbusch.

Cori im Hollerbuch Gästezimmer

Während die FeWo-Gäste üblicherweise ihr eigenes Frühstück zu sich nehmen möchten, laden Johanna und Karl uns, aber auch alle, die sonst im Hollerbusch-Gästezimmer nächtigen, zu ihnen ins private Esszimmer zum gemeinsamen Frühstücken ein. Zuvor kümmern sie sich aber auch noch um die Tiere im Stall. Der Esstisch am nächsten Morgen ist reichlich gedeckt: Es gibt natürlich Johannas selbstgemachtes Brot, dazu Schinken, Käse, Eier von den eigenen Hühnern, Kaffee, aber auch selbst hergestellten Löwenzahnhonig, Marmelade, Kräutersalz, Tee und noch einiges mehr.

Ganz schön viel Aufwand, der da auf unsere beiden Gastgeber zukommt, da sie den Großteil selbst erledigen und nur ab und zu Unterstützung bei der Zimmerreinigung bekommen. Trotzdem nehmen sich Johanna und Karl die Zeit, um uns unsere Fragen zu ihrem Leben und der Landwirtschaft zu beantworten, bevor die Arbeit auf der Dichtlalm ruft …

„Leben im Einklang mit der Natur“ – Im Gespräch mit Johanna und Karl Krenn vom Dichtlhof

Warum betreibt ihr die Landwirtschaft, so wie ihr es tut?

Johanna: Wir haben die Landwirtschaft von den Eltern bzw. Schwiegereltern übernommen und uns deshalb dazu verpflichtet gefühlt, sie so weiterzuführen wie bisher, also als biologische Landwirtschaft. Es wäre schade, wenn es niemand mehr weitermachen würde, da so viel Schweiß investiert wurde. Wenn ich heute in den Garten gehe zu meinen Hennen, dann kann ich eine Schafgarbe pflücken und Eier essen und weiß, was darin ist. Außerdem hatte es für mich den großen Vorteil, dass ich daheim bei der Familie bleiben konnte und ein schöner Spielraum zum Aufwachsen für die Kinder da ist.

Karl: Meine Mutter hat damals schon den Mutterkuhbetrieb gehabt und Gästezimmer vermietet. Das Haus ist deshalb so groß, weil es früher viele Dienstboten gab und so konnten wir später die Gästezimmer weiter ausbauen.

Was ist für euch Landwirtschaft? Welchen Beitrag leistet sie für Wirtschaft und Gesellschaft?

Karl: Wir sind zwar nur ein kleines Mosaiksteinchen, aber Kleinvieh macht ja auch Mist! Die Leistung der Bauern wird sicher unterschätzt. Wir sind zum Beispiel Landschaftspfleger, die sogar die Deutschen mit ihrer Gründlichkeit beeindrucken. Jeder Graben ist gemäht, die Häuser sehen gepflegt und schön aus und sind mit Blumen geschmückt. Mit industrieller Landwirtschaft ist das nicht mehr möglich.

Johanna: Wir schaffen auch Bewusstsein für die Naturapotheke, unter anderem durch den Kräutergarten. Zum Beispiel soll Johanniskraut die Stimmung heben, also sollte ein Gast mal etwas verstimmt sein, lässt sich das gut einsetzen!

Johanna Krenn mit ihren getrockneten Kräutern
Johanna mit ihren getrockneten Kräutern

Wie seht ihr eure Zukunft?

Karl: Unser Enkelsohn ist 18 und wird den Hof später übernehmen. Technisierung verändert die Landschaft, aber immer zu wachsen ist auch nicht gut. Ich denke die Leute werden mehr sehen, dass es eine Befriedigung ist, mit der Natur anstatt gegen sie zu arbeiten.

Welche Werte wollt ihr vermitteln?

Johanna: Wir wollen vor allem das Leben im Einklang mit der Natur vermitteln, dass es zum Beispiel keinen Kunstdünger für Kräuter braucht und man nicht so viel Müll verursachen muss. Deshalb suchen wir auch den persönlichen Austausch mit dem Gast, so lernen beide Neues. Statt Wasser in Plastikflaschen mitzubringen, biete ich meinen Gästen beispielsweise wiederverwendbare Glasflaschen an.

Karl: Klar, wenn ich in Frankfurt im siebten Stock lebe, dann habe ich nicht dieselben Möglichkeiten. Wir wollen die Gäste wieder näher an die Natur heranführen, von der sie sich schon weit entfernt haben, denn wir alle sind ein Teil von der Natur.

Gibt es auch kritische Stimmen gegen Landwirte?

Johanna: Naja, viele meinen, dass die Bauern zu viel jammern, obwohl sie ja Ausgleichszahlungen bekommen. Dann gibt es auch Leute, die absolut gegen Tierhaltung und Fleischproduktion sind, oder Leute die gern noch mehr Platz für die Tiere hätten. Nebenbei soll der Preis für das Fleisch natürlich trotzdem sehr niedrig sein, was bei guter Qualität aber nicht möglich ist.

Landwirtschaft am Dichtlhof

Könnt ihr euch eine Alternative zur Landwirtschaft vorstellen?

Johanna: Nein, definitiv nicht. Was ich mir wünschen würde, wäre eine leistbare Arbeitshilfe, sodass ich zum Beispiel mehr Zeit hätte für meinen Kräutergarten, oder für wenige Tage in den Urlaub fahren könnte, ohne an die Arbeit zuhause denken zu müssen.

Was ist euer Lieblingrezept?

Johanna: Mein Lieblingrezept ist definitiv der Dichtltraum, ein eigenes Rezept von mir. Dazu brauche ich vor allem viele Eier für den Biskuitteig und den Eischnee. Dazwischen kommt noch eine Creme aus Himbeeren und Schlagobers. Also, ohne den Dichtltraum brauche ich die Alm gar nicht erst aufzusperren, sonst kommen bestimmt zehn Leute, die sagen „schade, ich bin extra deshalb gekommen!“. Mein regionales Lieblingsrezept sind aber die Gebackenen Mäuse, das ist ein Hefeteig mit Rosinen, der in Öl frittiert und danach mit Staubzucker bestreut wird.

Johanna mit ihrem Dichtltraum
Johanna mit ihrem Dichtltraum

Danke für das Gespräch!



Lust auf noch mehr „Gschichtln“, die schmecken? Rezepte, Salzburger Höfe und Märkte findest du bei #salzburgschmeckt

Dichtlalm – eine weitere Oase der Ruhe

Knapp vier Kilometer vom Dichtlhof entfernt liegt die Dichtlalm, mit herrlichem Blick auf große Teile des Salzburger Seenlands und den Wallersee. Bei Schönwetter ist Johanna Krenn ganzjährig jeden Samstag und Sonntag hier oben und bewirtschaftet eine kleine Hütte.

Dichtlalm

Fenster im Holzstapel auf der Dichtlalm

Sie ist auch bei vielen Einheimischen bekannt für ihre bodenständige Küche mit den hausgemachten Bio-Erzeugnissen. Die Dichtljause besteht zum Beispiel aus Speckbrot, Erdäpflkas, Kümmelbraten, Käse, Grammlschmalz und eingelegtem Knoblauch. Zum Trinken gibts Most, Holler- und Ribiselsaft oder auch Bier.

Gemützlich Zusammensitzen auf der Dichtlalm mit Gastgeberin Johanna Krenn

Das wahre Highlight für viele Gäste und Johannas absolute Spezialität in Sachen Mehlspeisen ist und bleibt aber der „Dichtltraum“. Während sie sich mit anderen Wanderern unterhält, genießen wir bei einer kurzen Auszeit auf der Wiegeliege die angenehm warme Herbstsonne.

Wiegeliege Dichtlalm

Wandern und genießen im Teufelsgraben bei Seeham – Salzburg schmeckt

Ob uns im nahegelegenen Seeham am Obertrumer See wohl der Teufel holt? Die Angst scheint spätestens bei unserer Ankunft in der wildromantischen Schlucht völlig unbegründet. Der Teufelsgraben ist entweder zu Fuß vom Parkplatz beim Hochseilpark im Ortsteil Matzing oder von der Rohrmoosmühle aus zu erreichen und ein wahres Naturjuwel. Es gibt hier einen Erlebnispfad mit Info-Stationen, bei denen man wissenswertes über die Geologie und den Wald erfährt, zwei Mühlen und den Wildkarwasserfall, der sich auch „wilder“ anhört, als er tatsächlich ist.

Trotzdem eine sehr schöne, lohnenswerte und auch für Familien mit Kindern einfach zu bewältigende Wanderung. Direkt neben dem Wasserfall befindet sich eine revitalisierte Kugelmühle, in der Marmorkugeln hergestellt werden.

Cori vor der Kugelmühle im Teufelsgraben
Cori vor der Kugelmühle im Teufelsgraben

Die Rohrmoosmühle ist wiederum eine Bio-Getreidemühle mit nettem Gast- und Wintergarten. Das Kulinarikangebot ist zu 100% biologisch und so lassen wir uns auch eine Bio-Brettljause nach der Wanderung mit gutem Gewissen genießen.

Bio-Brettljause Rohrmoosmühle Seeham

Was in Seeham auffällt, ist die hohe Dichte an Bio-Betrieben und Landwirten: Mehr als 240 zertifizierte Bauern in den umliegenden Gemeinden gehören zur Bio-Heu-Region Trumer Seenland und stellen als einige der ganz wenigen in Europa noch silofreie Bio-Heumilch her, die in den regionalen Käsereien verarbeitet wird. Mit dem Biodorf Seeham wurde eine weitere Marke geschaffen, die 2015 sogar mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurde. Auf einzigartige Weise gelingt es den Seehamern den biologischen und nachhaltigen Grundgedanken in der eigenen Bevölkerung und den Urlaubsgästen zu vermitteln, und so zum ersten Bio-Dorf Österreichs zu werden.

Tipp: Die nächste große Bio-Veranstaltung mit findet mit dem Biofest Salzburg am 13. und 14. Oktober am Kapitelplatz in der Stadt Salzburg statt. Auch Johanna und Karl Krenn vom Dichtlhof sind mit dabei und bieten ihre legendären Bauernkrapfen wieder den knapp 30.000 Besuchern des Festes an.

Brauchtum und Kulinarik im Salzburger Bauernherbst: Das Ruperti-Stadtfest in Neumarkt am Wallersee

Das Ruperti-Stadtfest in Neumarkt am Wallersee ist ein beliebter Fixtermin im Salzburger Bauernherbst, sowohl bei Einheimischen, als auch bei Urlaubsgästen.

Festumzug am Ruperti-Stadtfest in Neumarkt am Wallersee

Es findet immer am Wochenende rund um den Landesfeiertag am 24. September, zu Ehren des Heiligen Rupert statt. Den Auftakt des Brauchtumsfests in der Region Salzburger Seenland bildete in diesem Jahr ein Festumzug inklusive Oldtimer-Auffahrt.

Oldtimer Traktoren beim Ruperti-Stadtfest in Neumarkt am Wallersee

Auf der Handwerkermeile konnten wir Kunsthandwerker über die Schulter zuschauen. Kulinarischen Hochgenuss bieten das Kräuterleben Gasthaus Gerbl, mit Wildragout, der allseits beliebten Bosna „to go“ und Trumer Herbstbier.

Apropos Kräuterleben: Dabei handelt es sich um eine spezielle Initiative im Salzburger Seenland, bei der nicht nur viel mit heimischen Kräutern gekocht wird, sondern das Wissen über deren unterschiedliche Verarbeitung bis hin zur heilsamen Wirkung auch von Kräuterexperten aus der Region weitergegeben wird. Klar, dass auch „unsere“ Johanna vom Dichtlhof dabei mitwirkt. Für sportlich-ambitionierte Interessierte gibt es sogar eine eigene Radtour „Von Kräutergarten zu Kräutergarten“ mit 36 Kilometer Länge.

Tipp: Weitere Bauernherbst Veranstaltungen im Salzburger Land finden noch bis Anfang November im gesamten Bundesland statt.

Zu Besuch in den fahr(T)raum Erlebniswelten in Mattsee

Historische Fahrzeuge gibt es übrigens nicht nur am Ruperti-Stadtfest zu sehen, sondern das ganze Jahr über im fahr(T)raum in Mattsee. Dort werden aber nicht einfach nur „alte Autos“ präsentiert. Stattdessen gibt es ganze „Erlebniswelten“ rund um den österreichischen Autopionier Ferdinand Porsche zu entdecken, eine Hommage an ihn durch seinen Enkel und Museumsgründer Ernst Piëch. Ferdinand Porsche war bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ein Visionär der damaligen Zeit. Schon 1900 ging es mit dem ersten Lohner Porsche Elektromobil mit Radnaben-Motor und Batterie zur Weltausstellung nach Paris.

Lohner Porsche Mixte im Fahrtraum Mattsee

Das Nachfolgemodell, der Lohner Porsche Mixte, ist bereits ein Hybridfahrzeug mit gemischt benzin-elektrischem Antrieb und als Baujahr 1901 im fahr(T)raum Mattsee zu sehen. Daneben erklärt eine interaktive Station, wie das Getriebe mit der dreigängigen Schaltung funktioniert. Quasi Technik zum Anfassen.

Technik zum Anfassen im Fahrtraum Mattsee

Überhaupt ist die Ausstellung in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Schuhfabrik sehr modern gestaltet und tatsächlich viel mehr Erlebniswelt, als bloß Museum, wie auch mehrere Fahrzeugsimulatoren zeigen.

Im Rahmen einer Führung dürfen wir sogar im „Kaiserwagen“ Platz nehmen, der 1911 extra für Kaiser Franz Josef I. mit einem hohen Einstieg gebaut wurde, da ein Kaiser sein Haupt nur vor Gott beugt – was auch mir mit meiner Körpergröße ganz gelegen kommt!

Im gesamten Erdgeschoss erfahren wir auf anschauliche Art noch mehr über die einzelnen Stationen und Automarken, für die Ferdinand Porsche in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gearbeitet hat, vom Sportwagen bis hin zum ersten Volkswagen, dem VW Käfer.

Im Untergeschoss ist außerdem der Traktor Stadl untergebracht, wo Flo ebenfalls auf einem von Porsche mitentwickelten Fahrzeug aufsitzen darf. Ein großer Teil der Traktoren, die beim Ruperti-Stadtfest auffuhren, ist normalerweise auch hier zu sehen. Bald soll die Ausstellung auch um historische Flugzeuge ergänzt werden.

Das besonderes am fahr(T)raum Mattsee ist, dass die allermeisten Autos, Busse und Traktoren immer noch voll fahrbereit und angemeldet sind. Und so lassen sich für spezielle Anlässe auch Oldtimer-Ausfahrten buchen. Wir haben das Glück und werden vom fahr(T)raum auf eine Fahrt mit dem Austro Daimler Cabrio AD617 aus dem Baujahr 1924 eingeladen.

Fahrtraum Oldtimer-Ausfahrt

„Wir nennen ihn den Argentinier“, erklärt uns unser Fahrer Josef Kirchgast. Er wurde nämlich ursprünglich für die argentinische Polizei gebaut, mit allerlei Sonderausstattung, wie vier Trommelbremsen und einem besonders schnellen vierten Gang, mit dem es das Fahrzeug auf 120 km/h schaffte – schnell genug für wilde Verfolgungsjagden der damaligen Zeit! Wir lassen es bei unserer Runde um den Mattsee jedoch etwas gemächlicher angehen. Wie schnell genau kann ich trotz Tacho direkt vor mir am Beifahrersitz – übrigens auf der linken Seite – nicht sagen. Die Nadel schlägt nämlich wild in alle Richtungen aus, was jedoch typisch für fast 100 Jahre alte Fahrzeuge ist. Ebenso wie der Hebel zum Verstellen der Zündung und des Standgas am Lenkrad und das nicht synchronisierte Getriebe, das Zwischengas (und viel Erfahrung) braucht, um sauber geschalten zu werden.

Lenkrad im Austro Daimler Cabrio AD617

Ohne Fahrer könnten wir den Argentinier wohl nicht mal anstarten. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn den gibt es bei jeder gebuchten Oldtimer-Ausfahrt ohnehin dazu, so dass man das Cabrio-Feeling und die Landschaft auch bequem von der großzügigen und gut gepolsterten Rückbank auch genießen kann. Übrigens auch eine nette Geschenkidee, wie wir finden.

Oldtimer-Ausfahrt rund um Mattsee

Weitere Ausflugstipps im Salzburger Seenland

Im Rahmen eines Urlaubs am Bauernhof im Salzburger Seenland gibt es natürlich noch viel mehr zu entdecken. Hier eine kleine Auswahl:

  • Gut Aiderbichl: Es bietet geretteten Tieren eine neue Heimat, in der sie bis an ihr natürliches Lebensende bleiben dürfen. Es finden Guts-Führungen, viele Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Das Stammhaus von Gut Aiderbichl in Henndorf liegt nur 5 Kilometer vom Dichtlhof entfernt.
  • Stille Nacht Museum: In Oberndorf bei Salzburg wurde vor 200 Jahren das weltweit bekannteste Weihnachtslied uraufgeführt. Das Museum dazu befindet sich gleich neben der Stille Nacht Kapelle, die an der Stelle der ehemaligen Pfarrkirche errichtet wurde, und erzählt viel Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte – samt Mini-Tonstudio, in dem wir eine „Stille Nacht“ Karaoke-Version aufgenommen haben, mit der wir deine und unsere Ohren aber (noch) verschonen möchten.
  • Hochseilpark Seeham: Der Hochseilpark in Seeham besteht aus 7 Parcours in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in 5-35 Meter Höhe samt spektakulärer Seilrutsche und zählt damit zu den größten in ganz Österreich. Er lässt sich gut mit einer Wanderung im Teufelsgraben verbinden.
  • Sternwarte Haunsberg: Seit Sommer 2018 ist die Region Salzburger Seenland um eine weitere Attraktion reicher – die Sternwarte Haunsberg ist ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle, die sich für Astronomie und Weltraumforschung interessieren!

Noch mehr Ausflugstipps gibt es auf der Webseite vom Salzburger Seenland.



Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer entgeltlichen Kooperation mit Urlaub am Bauernhof in Österreich. Vielen Dank an Salzburger Seenland Tourismus und den fahr(T)raum Mattsee, die uns zusätzlich unterstützt haben, sowie an Johanna und Karl Krenn vom Dichtlhof für ihre Gastfreundschaft!

Florian Figl

Flo, 30, leidenschaftlicher Outdoor-Fan und Wahl-Steirer. Früher kamen für mich nur Städtereisen in Frage, doch mittlerweile ist das anders. Auf unserer Weltreise habe ich vielfältige Naturlandschaften entdeckt und liebe es seitdem, mich in neue Abenteuer abseits des Großstadtdschungels zu stürzen. In den Bergen fühle ich mich dabei genauso zu Hause wie auf dem Wasser, egal ob beim Klettern, Mountainbiken, Surfen oder Canyoning.

Kommentar verfassen (Eingaben werden zwecks Anti-Spam-Prüfung an den Dienst Akismet gesendet. Wir nutzen die eingegebene E-Mailadresse zum Bezug von Profilbildern bei dem Dienst Gravatar. Weitere Informationen und Hinweise zum Widerrufsrecht finden sich in der Datenschutzerklärung: https://www.travelpins.at/datenschutz/)