Salvation Mountain – eine Liebesbotschaft in der Wüste

„Gott ist Liebe“ – so lautet die Botschaft, die weithin sichtbar auf einem Berg aus Lehm, Stroh und Unmengen an bunter Farbe zu lesen ist. Mitten in der kalifornischen Wüste. Sie stammt von Leonard Knight, der an dem Kunstobjekt namens Salvation Mountain 28 Jahre lang arbeitete, nachdem er 1984 nach „Slab City“ kam. Slab City wiederum ist eine kleine Trailer-Siedlung im Imperial Valley, einem ansich lebensfeindlichen Ort nördlich von Niland und etwa 250 km östlich von San Diego gelegen.

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Warum ist dieser Ort so besonders?

Spätestens seit dem Film „Into the Wild“, dem Klassiker unter den „Aussteiger/Wanderlust“-Filmen, ist Salvation Mountain kein wirklicher Geheimtipp mehr. Immer mehr Besucher „verirren“ sich dorthin, nachdem im Film Christopher McCandless alias Alexander Supertramp zum Salvation Mountain reiste und dort auf Leonard Knight traf.

Trailer-Siedlung Slab City

Trailer-Siedlung Slab City

Neben dem Berg selbst existieren auch noch eine kleine Grotte, ein Boot und meherere andere ausrangierte Fahrzeuge, die ebenfalls Teil des Kunstprojekts sind.

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Liebesbotschaft von und an Gott

Liebe ist das zentrale Thema, das sich wie der sprichwörtliche rote Faden durch das Kunstprojekt zieht: Über einen mit gelber Farbe markierten Pfad können Besucher den Berg auf eigene Gefahr hin erkunden. Auch wenn es hier nur selten regnet, ist es doch allein schon aufgrund der vielen Farbschichten rutschig.

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So starten wir am See von Galiläa und wandern zwischen Blumen, Bäumen, Vögeln und Wasserfällen hinauf zum Gipfelkreuz und dem großen, roten Herz.

„GOD IS LOVE“ steht dort in riesigen Buchstaben. Es ist nicht nur Leonard Knight’s Form einer übermittelten Botschaft an die Menschen, sondern sein Lebenswerk. Er verstarb im Februar 2014, nachdem er sich fast 30 Jahre dem Kunstprojekt widmete und unter einfachsten Verhältnissen in Slab City lebte. Knapp drei Jahre vor seinem Tod gründete er eine non-profit Organisation, die sich seitdem der Erhaltung des Salvation Mountain kümmert.

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Tipps zur Reiseplanung

Zugegeben haben auch wir überlegt, ob sich die 2,5-stündige Anfahrt von San Diego und wieder retour wirklich auszahlt. Denn bis auf Salvation Mountain gibt es hier draußen in der Wüste nichts zu sehen.

Wüstenlandschaft auf der Fahrt von San Diego nach Slab City

Wüstenlandschaft auf der Fahrt von San Diego nach Slab City

Wenn du gerade zu Beginn deiner Reiseplanung für Südkalifornien bist, so kannst du auch eine andere Route wählen als wir und Salvation Mountain somit leichter „mitnehmen“: Fahre von Los Angeles (oder alternativ auch Las Vegas) Richtung Palm Springs, besuche dort unbedingt noch den Joshua Tree National Park und halte dich dann Highway 111 südlich Richtung Salton Sea. Nach deinem Besuch in Slab City kannst du immer noch nach San Diego weiter!

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… oder du kombinierst deinen Besuch mit dem Coachella Festival, so wie ich es wohl das nächste Mal machen würde 😉

Florian Figl

Florian Figl

Flo, 28, und leidenschaftlicher Städte-Reisender. Ich liebe das urbane Umfeld, die Vielzahl an Möglichkeiten und Dingen, die es an jeder Straßenecke zu entdecken gibt. Auf meiner Weltreise habe ich aber auch die Liebe zum Wandern und zur Natur entdeckt.
Florian Figl

8 Kommentare zu “Salvation Mountain – eine Liebesbotschaft in der Wüste

  1. Jana

    Genau dahin möchte ich schon sooooo lange! Ich habe diesen skurrilen Ort bisher nur im Fernsehen gesehen und würde nur zu gerne auch einmal auf diesen bunten Felsen herumklettern!!! Echt toll!!!!

    1. Flo Autor des Beitrags

      Ja, das kann schon was! Somit stellt sich für dich also die Frage gar nicht, ob sich die lange Anfahrt von einer der größeren Städte in Kalifornien lohnt 😉

      1. Jana

        Nein, die Frage hat sich mir noch nie gestellt. 🙂 Schon beim allerersten Bild das ich gesehen habe war klar „Da muss ich auf jeden Fall hin!!!“

    1. Flo Autor des Beitrags

      Mach das, Sarah! Vom Jushua Tree National Park ist es wirklich nicht mehr weit und die Strecke zwischen L.A. und San Diego fand ich ohnehin nicht sonderlich spannend (ist zum Teil sogar eine Mautstraße).

      Liebe Grüße aus Bali,
      Flo

  2. Pingback: 203 Tage um die Welt: Mein Reisejahr 2014 | Travel Pins

  3. Florian

    Krasse Sache mit den Amis und ihrer Religiösität.
    Meine Freundin hat übrigens noch nie vom Salvation Mountain gehört, obwohl sie viele Jahre in San Diego lebte.

    1. Florian Figl Autor des Beitrags

      Ich denke, dass ist dann wohl so wie mit den Österreichern, die in der überwiegenden Mehrheit noch nie „Sound of Music“ gesehen haben – aber Hauptsache, die meisten Amis, die unser Land besuchen kommen, kennen den Film bzw. Österreich gerade wegen dem Musical 😉

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