Wien auf den zweiten Blick

Was wäre Wien nur ohne das Riesenrad, ohne Schloss Schönbrunn und ohne die Fiaker? Was bleibt abseits der bekanntesten Punkte dem Auge verborgen und gibt es noch richtige Geheimplätze in den Gassen der Wiener Innenstadt?

Auf Einladung der Schick Hotels starten wir vom Hotel Capricorno direkt am Schwedenplatz zu einer der wohl spannendsten Touren durch eine Stadt, die wir noch nie so gesehen haben. Die besten Plätze verraten wir dir hier:

Griechengasse und Griechenbeisl

Alte, enge Gassen mit Plastersteinen – ich liebe das. Die Griechengasse ist zwar nur kurz, dafür gibt es einige interessante Details zu berichten. Etwa, dass die sogenannte „Schwibbögen“, die die Gasse überspannen, keineswegs dazu dienen, die Häuser zu verbinden um darüber zu gehen, sondern vielmehr um die Gebäude aneinander abzustützen. Am Fuße der Häuser siehst du außerdem zu beiden Seiten zylinderförmige Blöcke. Die gibt es in Wien an sehr vielen alten Gebäuden. Sie dienten früher dem Schutz der Mauern vor zu schnell vorbeifahrenden Kutschen.

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Am Ende der Gasse findest du das Griechenbeisl – die älteste Gaststätte Wiens, die seit hunderten Jahren Zeitzeuge der turbulente Geschichte der Stadt ist. Das Ambiente ist unschlagbar und das Essen ausgezeichnet, allerdings nicht ganz billig.

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Heiligenkreuzerhof & Jesuitenkirche

Auf dem Weg zur Jesuitenkirche geht es über den Heiligenkreuzerhof, an dem sich das älteste Mietshaus Wiens befindet. Steht man hier, hat man das Gefühl, sich irgendwo am Land zu befinden, denn nicht einmal der Stadtlärm ist hier zu hören.

#Wien auf den 2. Blick, #Heiligenkreuzerhof #Angewandte

Ein von Travel Pins (@travelpins) gepostetes Foto am

Wir gehen weiter Richtung Jesuitengasse, der laut unserer Stadtführerin „schirchsten (hässlichsten) Gasse Wiens“. Wenn du beim Eingang der Gasse einen Blick zurück wirfst, dann siehst du ein grünes Haus auf dem die Sage des Basilisken dargestellt ist.

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Unsere Stadtführerin hat übrigens recht behalten – die Jesuitengasse ist, tja… Dafür ist die Jesuitenkirche umso schöner. Prunkvoll, mit viel Gold und künstlichem Marmor. Künstlicher Marmor? – Der soll sogar teurer gewesen sein als echter, da die Marmorierung mühsam per Hand aufgetragen werden musste. Wirfst du einen Blick zur Decke des Gebäudes, dann siehst du eine Kuppel, die eine Überraschung verbirgt, wenn du noch einige Schritte nach vorne machst.

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Als wir unsere Tour machen, läuft ein Kunstprojekt in den Kirchen Wiens. Deshalb hängt mitten im Raum ein riesiger Monolith an einem dünnen Seil von der Decke. Er soll die Fragilität der Religion symbolisieren – das tut er auf beeindruckende Weise.

Ein kleiner Tipp am Rande: halte die Augen offen, ob du auf deiner Tour einen kurzen Blick in einen Innenhof eines Wohngebäudes werfen kannst. Viele davon sind unglaublich schön!

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Für Touristen oder für Einheimische?

Wir spazieren weiter zu einem der bekanntesten Restaurants in Wien, dem Figlmüller. Was viele nicht wissen, ist, dass es zwei Figlmüller Restaurants direkt nebeneinander gibt. Das auffälligere wird hauptsächlich von Touristen besucht, die ein Schnitzel probieren möchten. Das andere ist aber tatsächlich das Lokal, das echtes Wiener Schnitzel aus Kalbsfleisch und nicht die billigere Variante aus Schweinefleisch serviert.

Neben dem Restaurant führt ein winziges Gässchen zum Stephansplatz. Weihnachtsshop und Souvenirgeschäfte inklusive, finden sich auch hier fast nur Touristen.

Und so kommen wir schließlich zum Stephansdom. Alle bekannten Fakten beiseite, erfahren wir hier unter anderem, dass einer der 20 Steinmetze von der Firma Manner gesponsert wird und so den ganzen Tag in rosa Kleidung arbeitet. Spricht man den Manner-Mann an, kann es sein, dass man so zu gratis Süßigkeiten im Shop an der Ecke des Doms kommt 🙂

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Außerdem erzählt uns die Stadtführerin, dass sich in der Südturmspitze eine goldene Kugel mit einer Zeitkapsel darin befindet, gefüllt mit Gegenständen aus dem Jahr 2008: Handy, CD vom Neujahrskonzert und – ganz wichtig – ein Ticket der Fußball-EM, welche in diesem Jahr in Österreich und der Schweiz stattgefunden hat.

Lieblingsplätze für die Augen und den Magen

Der absolute Lieblingsplatz unserer Stadtführerin ist der Franziskanerplatz im Sommer. Hier werden bei warmen Wetter die Tische rausgeholt und man kann es sich bei Speis und Trank gut gehen lassen.

Zu Wien gehören untrennbar die Heurigen. Ein Heuriger ist ein Lokal, welches Kalte Speisen und vor allem Wein zu einem großen Teil aus eigener Produktion anbietet. Solltest du nicht dazu kommen, einen der zahlreichen Heurigen am Stadtrand Wiens zu besuchen, dann gibt es eine Alternative in der Innenstadt und zwar das „Gigerl„.

Wien ist ständig im Wandel, bemüht als Kongressstadt und Touristenmetropole das Angebot möglichst vielfältig zu halten, deshalb kann man kaum als Einheimischer alle Plätze der Stadt kennen. Ganz geheim und teils sehr exotisch geht es unter anderem auch auf unserer Bartour, einer Tour durch die besten Bars Wiens mit einem der es wissen muss – dem Autor des Wiener Barbuchs.

Bist du auf Suche nach Abenteuerlicherem als einer Stadtführung? Dann können wir dir die Room Escape Spiele empfehlen, wo du dich oder die Welt retten und sogar eine Outdoor-Schnitzeljagd durch die Innenstadt buchen kannst.

Oder du willst lieber ganz günstig unterwegs sein? Im Beitrag 10 kostenlose Aktivitäten in Wien verraten wir dir einige Geheimtipps.

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Unsere Übernachtungsmöglichkeit, das Hotel Capricorno können wir übrigens gut weiterempfehlen! Neben der zentralen Lage, die sich perfekt für Erkundungsgänge eignet, hat uns unter anderem die moderne Ausstattung der Zimmer inklusive Tablet mit Tipps für Reisende gefallen.

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Das Frühstück im Hotel ist ein perfekter Start in den Tag, es sei denn, man hat sich am Tag davor zu intensiv mit den Wiener Bars beschäftigt – dann fällt es unter Umständen etwas kürzer aus, selbst wenn das Buffet bis 11 Uhr geöffnet hat 😉

Wir wünschen dir viel Spaß in Wien!

Danke an Schick Hotels für die Einladung zur Bloggerreise durch das vermeintlich bekannte Wien. Meine Meinung bleibt natürlich wie immer meine eigene!

Corinna Donnerer

Corinna Donnerer

Cori, 25, und hauptberuflich als Physiotherapeutin selbstständig. Schon während der Schulzeit und des Studiums habe ich viele Gelegenheiten zum Reisen genutzt und war so als Austauschschülerin und Aupairmädchen in Chile. Praktika habe ich in Deutschland und der Schweiz gemacht. Gemeinsam mit Flo ging es nach meiner Ausbildung auf Weltreise und seitdem hat mich das Reisefieber fest im Griff.
Corinna Donnerer

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