[7ways2travel] Warum wir aktiv (Genuss-)reisen

Eine Woche am Strand liegen? Keine zehn Pferde würden uns dazu bringen! All inclusive Pauschalreise mit Vollpension? Keine zwanzig könnten das schaffen!

Spaß beiseite, natürlich spricht nichts gegen einen Strandurlaub, so wie wir ihn gerade für ein paar Tage auf Sansibar verbringen. Ein Urlaub muss aber für uns wirklich nicht das Rundum-Sorglos-Paket mit Vollpension beinhalten, das einem alle Organisationssorgen abnimmt, aber auch keine Freiheiten lässt. Außerdem tun wir uns schwer, den ganzen Tag wie die Grillhühner in der Sonne zu brutzeln – viel zu heiß und auf Dauer einfach zu langweilig für uns. Da gehen wir dann doch lieber Tauchen, Schnorcheln oder Surfen.

Wie wir am liebsten reisen, nämlich aktiv und (trotzdem) mit viel Genuss, und welche Vorteile aus unserer Sicht bringt, erzählen wir dir in diesem 7ways2travel Beitrag.

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Das mit der perfekten Bräune haben wir wie unser Schneemann bisher auch nicht so richtig hinbekommen. Wir kommen da eher als Streifenhörnchen raus – mit einem weißen Streifen auf der Stirn wegen der Kopfbedeckung, einem auf beiden Seiten wegen den Ärmeln und sexy gerötete Waden. Rawwwrr! Schaffen wir aber auch in Balkonien.

Deshalb überlassen wir das lieber anderen Leuten und begeben uns auf aktive Erkundungstour, immer auf der Suche nach außergewöhnlichen und neuen Erlebnissen. Und manchmal finden die Erlebnisse auch uns.

Unser ultimatives Reiseerlebnis …

Gibt es das, das ultimative Reiseerlebnis? Eigentlich nicht, denn je länger wir unterwegs sind und je öfter wir reisen, desto mehr wird mir klar, dass es so wichtig ist, den Moment genießen und wertschätzen zu können. So kann jedes Reiseerlebnis „ultimativ“ werden. Die schönsten Momente bleiben immer die, in denen man am wenigsten denkt, wenn alles einfach passiert.

Umso besser, wenn man diese Momente teilen kann und sogar noch etwas lernt und erfährt dabei. Ich erinnere mich zum Beispiel gerne an Elliot zurück, einen Ziegenjäger, der uns am Kalalau Trail auf Hawaii aufgegabelt hat. Ohne zu fragen zeigte er uns, welche Früchte man essen kann und wie man Fährten liest. Ganz nebenbei hat er uns auch noch vor der Dehydrierung bewahrt. Der Kalalau Trail ist seitdem für mich nur mehr der Kalalau Trail mit Elliot.

Oder wie ich mit dem Freundeskreis einer thailändischen Freundin gemeinsam aus war: kaum jemand von ihnen sprach eine andere Sprache als Thai und mein Thai reicht nicht mal zum Kaffeebestellen. Selbst die Namen konnte ich nicht richtig aussprechen. Der Abend endete damit, dass jeder einen Spitznamen bekam, der irgendwie zu ihm passte. So teilte ich dann das Essen am Ende mit Voldemort, Kung Fu Panda und dem Hobbit, tanzte noch mit Harry Potter und führte ein langes Gespräch in einer Mischung aus Thai, Englisch und Gestik mit dem schwarzhaarigen Legolas.

So ein ultimatives Reiseerlebnis bewahrt man dann auch nicht im Fotoalbum auf, sondern in der Erinnerung.

… kann mit Sport zu tun haben …

Wie bereits gesagt, wir schaffen es auch zuhause eine miese Bräunung hinzubekommen und auch das Fernsehprogramm im Hotelzimmer ist selbst am anderen Ende der Welt nicht besser als hierzulande. Man versteht oft nur weniger. Deshalb finden wir es viel spannender, raus zu gehen und etwas zu erleben, das man nicht im Wohnzimmer tun kann.

So haben wir es nach anfänglichen Schwierigkeiten auf Hawaii doch noch geschafft auf Bali „richtig“ zu surfen und auf Fuerteventura damit weitergemacht. Neue Sportarten bedeuten neue Herausforderungen, egal ob wir einen Canyoning oder eine E-Mountainbike Tour machen.

Erstes gemeinsames Surferlebnis auf Bali

Mittlerweile zieht es uns auch nicht immer nur in die weite Ferne, denn auch in Österreich kann man sich als Aktiv- und Abenteuer-Reisender austoben, abwechslungsreiche Landschaften und hinterher kulinarische Spezialitäten der Region genießen. Für uns ist das eine perfekte Kombination. Im Grunde ist es ein bisschen wie Sightseeing nur intensiver und trotzdem irgendwie weniger ermüdend, weil man nicht frontal mit vielen Informationen zugedröhnt wird.

… ist noch viel besser, wenn man sich mit jemandem austauscht …

Wenn uns ein Bäuerin aus dem Lesachtal mit leuchtenden Augen erzählt, wie sie die Jahrhunderte alten Wassermühlen gerettet hat oder wir Freunde rund um den Globus besuchen oder kennenlernen, dann kann damit kein Hop on Hop off Bus mithalten. Klar wollen wir die schönsten Ecken eines Landes kennenlernen, aber ohne dem Austausch mit den Leuten dort fehlt einfach etwas.

„Nada es bueno ni malo, solo diferente – nichts ist gut oder schlecht, nur anders“, das habe ich schon vom Schüleraustausch in Südamerika mitgenommen. Der persönliche Horizont wird einfach weiter und das geht eben nur, wenn man selbst aktiv und offen reist.

… und der Genuss darf natürlich auch nicht zu kurz kommen!

Vielleicht klingt es für dich so, als ob wir bis zur letzten Minute durchgeplant wären und immer von einem Punkt zum nächsten laufen würden. Ich denke für viele würden sich unsere Reisen auch so anfühlen, aber die Kunst ist es immer einen Ausgleich zu finden.

Immerhin haben wir fünf Sinne, die gefordert werden wollen. Nach dem Surfen in die Hängematte. Nach dem Wandern gemütlich essen und mit Freunden Karten spielen. Der Einkehrschwung nach dem Schifahren. Um fünf Uhr aufstehen um danach den Sonnenaufgang auf einem alten Militärbunker in aller Ruhe zu genießen. Downhill Mountainbiken und dann ein heißes Bad und sich in den Bademantel kuscheln.

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Wir sind aber auch keine Duracellhäschen. Nicht zuletzt lieben wir ja auch gutes Essen! Von der bekannten Zotter Schokolade (Flos Arbeitgeber) über den Essig von Gölles bis zur Verkostung eines 16-Gänge Menüs beim Genussgreissler.

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Am schönsten ist es natürlich gleich den Hersteller und den Hintergrund eines Produktes kennen zu lernen, bevor es zur Verkostung geht. Wo wir wieder beim Ausgleich wären! Aktiv und genussvoll, so werden wir sicher noch lange reisen.

Wie reist du am liebsten? Verrate es uns doch gerne in den Kommentaren!

Mit 7ways2travel abwechslungsreich auf Reisen

7ways2travel ist ein monatliches Blog-Projekt, bei dem von insgesamt sieben österreichischen Reisebloggern Beiträge zu einem bestimmten Thema veröffentlicht werden. So unterschiedlich wie die inhaltliche Ausrichtung unserer Reiseblogs ist auch die Art zu reisen. Jeder hat seine Schwerpunkte und Vorlieben. Genau um diese persönliche Motivation des Reisens geht es im aktuellen Monat. Wie reisen also unsere Kollegen am liebsten?

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Melanie und Juergen von Lifetravellerz haben sich vor zwei Jahren in den VW Bus „Luigi“ verliebt und diesen komplett in Eigenregie zum Campervan ausgebaut. Gerade in Verbindung mit ihren Lieblingssportarten Kitesurfen und Stand-Up Paddling ist der VW Bus das ideale Reisegefährt für die beiden. Die kleine Wohnung auf 4 Rädern ist flexibel, wenn Wind und Wetter mal nicht mitspielen und man spontan zum nächsten Surf-Spot aufbrechen möchte. In den nächsten ein bis zwei Jahren planen die beiden auch einen größeren Trip mit dem Bus durch Europa. Das Ziel: egal, solange Wind und Internetverbindung stimmen.

Angelika ist Wiederunterwegs.com – und zwar am liebsten mit Hund!

Mit Gudrun alias reisebloggerin.at reist du bevorzugt literarisch.

Gerhard von Andersreisen.net ist am liebsten mit der Bahn unterwegs.

Melanie von Urlaubsgeschichten.at unternimmt gerne Gruppenreisen mit ihren Cousinen.

Bei Maria von Kofferpacken.at lautet das Motto „Langsam reisen“.

Corinna Donnerer

Corinna Donnerer

Cori, 25, und hauptberuflich als Physiotherapeutin selbstständig. Schon während der Schulzeit und des Studiums habe ich viele Gelegenheiten zum Reisen genutzt und war so als Austauschschülerin und Aupairmädchen in Chile. Praktika habe ich in Deutschland und der Schweiz gemacht. Gemeinsam mit Flo ging es nach meiner Ausbildung auf Weltreise und seitdem hat mich das Reisefieber fest im Griff.
Corinna Donnerer

2 Kommentare zu “[7ways2travel] Warum wir aktiv (Genuss-)reisen

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